Montag, 21. Januar 2019

Leitvers
Der Weg des Lebens geht für den Einsichtigen nach oben, damit er dem Scheol unten entgeht.

Sprüche 15,24

Papa, wo bist du?

Papa, wo bist du?

Im Januar 2017 musste ich von einem guten Kameraden Abschied nehmen. Wir hatten über mehrere Jahre in einer Blaskapelle gespielt. Die Nachricht von Andis Krebserkrankung erreichte mich spät. Er wollte nicht, dass irgendjemand davon erfuhr. Völlig zurückgezogen wartete er auf den Tod. Andi hinterließ seine liebe Frau und eine Tochter von neun Jahren. Sein Leichnam wurde in der Kirche aufgebahrt, damit alle seine Freunde von ihm Abschied nehmen konnten. Neben dem Sarg stand sein Foto. Am rechten Bildrand eine Zeichnung seiner Tochter, darauf stand: »Papa, wo bist du?« Diese Frage der kleinen Jana hat mich lange beschäftigt.
Seit dem Sündenfall Adams im Paradies endet der Weg aller Menschen im Tod. Gott sagte zu Adam und Eva: »Von jedem Baum des Gartens darfst du essen, aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben« (1. Mose 2,16-17). Der leibliche Tod erfolgte nicht sofort, aber die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen starb augenblicklich. Vom schlechten Gewissen geplagt, versteckten sich Adam und Eva vor Gott. Doch Gott machte sich auf, sie zu suchen. »Wo bist du?« So rief der Schöpfer seine Geschöpfe. Schon im Paradies zeigte Gott seine Absicht, die Gemeinschaft wiederherzustellen. Doch dazu brauchte er jemanden, der an unserer Stelle die Strafe für die Sünde auf sich nahm, und die Bibel sagt uns, wer dieser Retter ist: Jesus Christus.
Zu diesem Retter ruft uns Gott. Wenn wir zu ihm kommen und ihn um Vergebung bitten, dann werden wir auch nach unserem Tod bei ihm sein, bewahrt zum ewigen Leben. Dann gibt es auf die Frage, die die kleine Jana stellte, auch eine klare Antwort.

Gerald Bott


Frage
Wo werden Sie nach Ihrem Tod die Augen aufschlagen?
Tipp
Werden Sie einsichtig und wählen Sie den Weg des Lebens!
Bibellese
1. Thessalonicher 4,14-18