Mittwoch, 01. Oktober 2014

Leitvers
Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.

2. Korinther 4,16

Angst vor dem Alter – Furcht vor der Zukunft

Angst vor dem Alter – Furcht vor der Zukunft

Die Hälfte der Mädchen, die heute geboren werden, werden so um die hundert Jahre alt werden, statistisch gesehen. So stand es vor einiger Zeit in der Presse. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht? – In der Regel wird das als eine gute Nachricht verkauft. Es liegt tief in jedem Lebewesen, für sein Überleben zu kämpfen, also auch im Menschen. Deshalb ist er bereit, einiges zu investieren, um alt zu werden. Doch hat das seine Grenzen. Noch Schiller sagte: »Das Leben ist der Güter höchstes nicht!« Heute ist (!) es der Güter höchstes. Die Menschen von heute sind überwiegend der Meinung, dass mit dem Tod alles, aber auch alles aus ist. So lange zu leben wie möglich, ist das Ziel, und daran arbeiten Legionen von Wissenschaftlern und Quacksalbern. Ein Markt ist so entstanden, der bedient wird mit Pillen und Wässerchen.
Bei Licht besehen, möchte man aber nicht einmal alt werden, man möchte jung bleiben und fit. Das aber ist uns nicht in die Hand gegeben. Also ist der Wunsch, hundert Jahre alt zu werden, mindestens eine zweischneidige Sache. Es ist ein großer Unterschied, alt zu werden mit Schmerztabletten und Rollstuhl, in Einsamkeit – oder in Gesundheit im Kreis der Kinder und Enkel. Doch bleibt bestehen, was der Fernseh-Entertainer Fuchsberger einmal sagte: »Man muss verdammt viel Mut haben, um alt zu werden.« Es ist doch auch so.
Der eigentliche Skandal aber ist, dass wir sterben müssen, dass unser Leben ein Ende nimmt, so oder so. Und was dann? Was wird von unserem Leben bleiben? Werden wir gehen, ohne vermisst zu werden? Oder gibt es doch ein Leben nach dem Tod? Jesus sagt: »Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt« (Johannes 11,25).

Karl-Otto Herhaus


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2. Chronik 21

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