Mittwoch, 03. März 1999

Leitvers

... sondern du, ein Mensch meinesgleichen,
mein Freund und mein Vertrauter.

Psalm 55,14

»Freund, wozu bist du gekommen?«

»Freund, wozu bist du gekommen?«

Der Gesamtzusammenhang des Psalms zeigt uns, dass es hier um einen Menschen geht, der sich schrecklich gegen den Psalmdichter vergangen hat. Es sind nicht die Bedrängnisse und Schmerzen an sich, worunter dieser am meisten leidet. Seine größte Not ist, dass es nicht ein Feind ist, der ihn quält, sondern eben sein vertrauter Freund.
Manchmal haben wir den Eindruck, dass die ganze Welt uns feindlich gegenüber steht. Sei's am Arbeitsplatz, im Geschäft oder in der Nachbarschaft; überall gibt es Anfeindungen. Und da ist es gut, wenn man um Menschen weiss, bei denen man sich sicher fühlt und wo man nichts zu fürchten hat. Doch wer kennt diesen Schrecken nicht? »Das hätte ich von dir nicht erwartet!« Auch der Herr Jesus war, als er hier lebte, überall von Feindschaft umgeben. Häufig wurde ihm vom Satan und bösen Menschen nachgestellt. Ja, die ganze Macht der Finsternis wurde aufgebracht, um ihn zu Fall zu bringen und zu vernichten! Doch keine Macht dieser Welt konnte ihn bezwingen. Nur als seine Zeit gekommen war, dass er für die Sünde der Welt sterben sollte, gab er sich freiwillig in die Hände der Menschen. Einer seiner engsten Freunde wurde zum Verräter. Und mit einem Kuss - dem Ausdruck sehr tiefer Vertrautheit - lieferte Judas seinen Herrn den Feinden aus. Der Herr wehrte sich nicht und zeigte nicht seine Macht, sondern fragte nur sehr ernst: »Freund, wozu bist du gekommen?« (Matthäus 26,50)

Andreas Möck


Frage
Wenn Christus Ihnen heute begegnen würde, fände er in Ihnen einen Gegner oder einen wahren Freund?
Tipp
Bitten Sie Gott, dass Ihre Freunde sich auf Sie verlassen können.
Bibellese
Römer 8,1-11

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