Mittwoch, 03. Juni 2020 (Europäischer Tag des Fahrrads)

Leitvers

Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der Wein die Schläuche zerreißen, und der Wein und die Schläuche verderben; sondern neuen Wein füllt man in neue Schläuche.
Markus 2,22

Religionen / Weltanschauungen

Alte Schläuche

Ich fahre gern Fahrrad. In meinem Leben habe ich schon etliche Bikes verbraucht. Momentan benutze ich fast täglich ein City-Bike, um zur Arbeit zu fahren. Die Strecke ist nicht übermäßig lang, aber es sind ein paar Rampen und Steigungen drin, die einem schon ein paar »Körner« abverlangen. Die Branche hat seit einigen Jahren durch die E-Bikes enormen Aufschwung genommen. Manchmal saust so ein E-Biker an mir vorbei. Doppelte Geschwindigkeit bei gleichem Krafteinsatz, denke ich mir dann. Aber mir kommt’s auf die verbrauchten »Körner« an, nicht auf die Geschwindigkeit.
Neulich musste ich eine längere Reparaturphase verkraften und habe dabei den Grundsatz neu gelernt, dass man Neues nicht mit Altem vermischen sollte. Es war ein einfacher »Platten«, der durch den abgenutzten Mantel zustande kam. Also habe ich den Schlauch geflickt und den Mantel erneuert. Gleich am nächsten Tag war der Reifen erneut platt. Nun war an einer anderen Stelle des Schlauches Luft entwichen. Ich tat, was ich schon gleich hätte tun sollen: Ich kaufte einen neuen Schlauch zum neuen Mantel. Seitdem ist Ruhe.
Alles muss neu werden! Das war auch der Grundsatz, den Jesus verkündete. Friede und Freude im Heiligen Geist, Befreiung von Sünde und ewiges Leben, das alles passte nicht zu der alten Hülle des jüdischen Glaubens, der in ritueller Förmlichkeit erstarrt war und den Menschen viel Mühe mit immer mehr selbst ersonnen Regeln und Pflichten machte, die sie dennoch nicht zu Gott führten. Aber mit Jesus war Letzteres möglich geworden. Er bahnte einen Weg zu Gott, der solche, die ihm nachfolgten, in die Freiheit der Gotteskindschaft führte. Da hatte das Alte keinen Platz mehr. Davon konnte man sich nun getrost trennen. Joachim Pletsch
Frage
Sind Sie in einer traditionsbeladenen Frömmigkeit gefangen und haben nur noch Mühe damit?
Tipp
Lassen Sie sich von Jesus in die Freiheit der Gotteskindschaft führen (Römer 8,21)!
Bibellese
Lukas 4,14-30

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