Dienstag, 03. September 2013

Leitvers

Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.
Prediger 12,14

Wo gibt es Gerechtigkeit?

Wo gibt es Gerechtigkeit?

In einer Kirche irgendwo in Österreich liegen auf einer Mauer vier Schädel, und dort hängt eine Tafel mit den Worten: »Wer war ein Tor, wer war ein Weiser? Wer war der Narr, und wer war der Kaiser?«
Den Schädeln sieht man weder vergangenes Elend noch verblichenen Ruhm an. Auch kann man nicht erkennen, wer der Kluge und wer der Narr gewesen ist. Manche nennen darum den Tod auch den großen Gleichmacher und trösten sich mit dieser letztendlichen »Gerechtigkeit«. Aber ist sie das wirklich? Ist damit das Leid der Gequälten an denen vergolten, die es verursachten? Oder bekommt dann endlich der Recht, der es verdiente? Ich meine, dass sich durch die Gleichmacherei des Todes die Ungerechtigkeit nur fortsetzt.
Sehen wir uns den Tagesspruch an, so merken wir, von woher wir tatsächlich Gerechtigkeit zu erwarten haben. In einem Lied heißt es darum auch: »Es gibt Gerechtigkeit für alle!« Doch wer könnte sich ehrlich darüber freuen, stehen doch alle Menschen bei Gott »in der Kreide«, einerlei, ob sie hier auf Erden Unterdrücker oder Unterdrückte waren.
Wirklich freuen können sich über Gottes Gerechtigkeit nur solche, deren Schuld um Christi willen vergeben wurde. Wem diese »Grundschuld« erlassen wurde, der wird dann für alles Gute, das er im Namen Gottes getan hat, auch noch Lohn erhalten. Bei allen anderen fallen ihre »guten Werke« im Vergleich zu ihrer Schuld Gott gegenüber kaum ins Gewicht.
Wer sich nach Gerechtigkeit sehnt, muss sich also zunächst an den wenden, der darüber entscheidet, was gut und was böse gewesen ist. Heute ist der einzige Tag, an dem wir in dieser Sache etwas tun können. Ob es ein Morgen gibt, weiß keiner.

Hermann Grabe
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Frage
Von wem erhoffen Sie Gerechtigkeit?
Tipp
Man muss sich an die maßgebliche Instanz halten!
Bibellese
2. Petrus 3,10-14

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