Zur Feier eines 50. Geburtstages will man den geladenen Gästen gerne etwas Besonderes bieten. Als es bei mir heute vor einem Jahr so weit war, gehörte dazu auch ein Rückblick auf mein Leben - zusammengefasst in einer Fotoshow. Viele Stunden hatte ich zuvor damit verbracht, mein Fotoarchiv nach geeigneten Bildern zu durchforsten. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich erlebt hatte, und wie wenig mir davon noch gegenwärtig war. Mit Fotos kann man die Erinnerung zwar kurzzeitig auffrischen, aber schon bald ist das meiste dem Bewusstsein wieder entschwunden. So viel all das ist, worauf man nach 50 Jahren zurückblicken kann, so wehmütig wird einem dabei zumute, dass man es nicht festhalten kann. Ehemals enge Verbindungen bestehen nicht mehr und früher vertraute und geliebte Orte sind in weite Ferne gerückt. Ist es nicht traurig, dass all das Schöne in unserem Leben uns so aus den Händen gleitet? Ist das alles für immer verloren, wenn unser Leben einmal zu Ende ist?
Unser Tagesvers spricht davon, dass Gott nichts entgleitet, er kann alles wieder hervorbringen. Wird er im Himmel vielleicht dafür sorgen, dass uns all das Schöne aus unserem Leben wieder gegenwärtig sein wird? Ich weiß es nicht. Aber eines ist sicher: Gott wird einmal die Schuld und Sünde in unserem Leben, an die wir uns lieber nicht erinnern wollen, wieder hervorbringen, wenn sie nicht bereits getilgt wurde. Dazu hat er vor 2000 Jahren seinen Sohn gesandt, der mit seinem Leben unsere Sündenschuld bezahlte. Nur wer das jetzt und hier glaubend für sich in Anspruch nimmt, wird unbeschwert auf das blicken dürfen, was Gott im Himmel an Überraschungen für uns bereit hält.
Joachim Pletsch
- Was aus Ihrem Leben verdrängen Sie, das nicht zum Vorschein kommen soll?
- Quälen Sie sich nicht, sondern nehmen Sie Gottes Vergebungsangebot in Anspruch.
- Kolosser 2,9-15
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