Mittwoch, 04. August 1999

Leitvers
Und er selbst trug sein Kreuz und ging hinaus nach der Stätte,
genannt Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt.

Johannes 19,17

Die beiden Hügel in Jerusalem

Die beiden Hügel in Jerusalem

Es war ein herrlicher Tag, als wir hinaus fuhren in den Westen Jerusalems. Wir ahnten nicht, was uns bevorstand: Die Besichtigung der Gedänkstätte Yad Vashem! Wir sahen einige abgebrochene Säulen von Ferne. »Sie symbolisieren das ausgelöschte Leben hoffnungsvoller Kinder«, sagte uns der Reiseleiter. Dann wurden wir hinein genommen in das grausame Geschehen des Holocaust durch die Nazis. Wir waren erschrocken und tief bewegt. Tränen und Schluchzen kam aus unseren Reihen, als wir einige Namen der 1,5 Millionen Kinder hörten, die von ihren Mördern zu Tode gequält wurden. Es war für mich ein dunkler Tag in dem sonst so strahlenden Jerusalem. Bilder, die ich nicht vergessen werde. Hatten die Philosophen nicht gesagt: »In jedem Menschen ist ein guter Kern«? - Wo ist der hochgepriesene abendländische Humanismus angesichts dieses riesigen Berges schrecklicher Menschenschuld?
Am nächsten Tag fahren wir in den Osten Jerusalems, zum Hügel Golgatha. »Nun in heilgem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha«, beginnen wir zu singen. »... das Geheimnis des Gerichtes über alle Menschenschuld.« Auch über die Schuld des Holocaust?
Ja, sagt die Bibel. Denn kleine und große Sünder, die Gottes Gnade annehmen, sind freigesprochen, weil Jesus Christus an diesem Ort die Strafe aller Menschen stellvertretend gesühnt hat. Dann denke ich an die Nachkriegs-Prozesse, wo einige der Naziverbrecher verurteilt und hingerichtet wurden. Unglaublich, aber dennoch wahr: Einige dieser Mörder haben noch in ihrer Todeszelle den Herrn Jesus und sein rettendes Blut angenommen. Ja! So groß ist die Liebe und Gnade Gottes.

Siegfried Lambeck


Frage
Wäre wohl noch einmal jemand zu einem solchen Holocaust fähig?
Tipp
Man sollte vor der Arglist des eigenen Herzens auf der Hut sein.
Bibellese
Matthäus 9,18-26

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