
Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.
Sprüche 3,5

Als ich Anfang 2026 die Olympischen Winterspiele verfolgte, die in Norditalien stattfanden, interessierte mich besonders die Disziplin des Bobfahrens, auch weil die deutschen Athleten hier besonders erfolgreich sind. Wie wäre es wohl, in so einem Bob mitzufahren?
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen hinten im Zweierbob. Sie haben den Kopf eingezogen, Sie sehen nur den Rücken des Vordermanns, und die graue Wand des Eiskanals rast mit 140 km/h an Ihnen vorbei. Sie sehen die Kurven nicht kommen, Sie spüren nur die Fliehkräfte, die Sie in den Sitz drücken. In diesem Moment gibt es nur eins: Vertrauen. Vertrauen, dass der Pilot vorne weiß, was er tut, und die Ideallinie hält.
In unserem Leben ist es oft so, dass wir alles kontrollieren und jede Kurve voraussehen wollen. Doch Gott lädt uns ein, die Lenkung ihm zu überlassen. Blindes Vertrauen bedeutet nicht, dass keine Gefahr da ist, sondern dass wir an den glauben, der das Steuer hält.
Wenn das Leben unübersichtlich ist oder die Fliehkräfte des Alltags uns fast erdrücken, fühlen wir uns hilflos. Wenn wir die Wendungen unseres Lebens nicht einordnen können, merken wir, das wir auch mit unserem Verstand nicht hinterherkommen. Doch gerade im »Eiskanal« zeigt sich die Treue Gottes. Er bringt uns sicher durch die vielen Windungen, auch wenn wir zwischendurch die Orientierung verlieren.
Blindes Vertrauen bedeutet nicht, sich naiv und leichtsinnig in die Tiefe zu stürzen, sondern Gott zu sagen: »Herr, ich sehe den Weg nicht - aber ich kenne dich, du bist treu.« Vertrauen heißt, sich im Gebet an den Piloten zu klammern und darauf zu vertrauen, dass er uns sicher durch die Zielkurve bringt - auch wenn wir den Weg nicht überblicken.

Wer ist der Pilot in Ihrem Leben?

Wagen Sie es, Jesus Christus zu vertrauen!
