Montag, 06. Oktober 2008

Leitvers

Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
1. Petrus 4,8

Die Liebe übersieht schmutzige Socken

Die Liebe übersieht schmutzige Socken

Nach 15 Ehejahren hat ein Paar vermehrt Auseinandersetzungen über Kleinigkeiten. Sie beschließen, an ihrer Ehe zu arbeiten und verständigen sich darauf, einen Monat lang die Dinge aufzuschreiben, die ihnen bei ihrem Partner auf die Nerven gehen. Die »Fehlerkarten« sammeln sie in zwei Kästchen, in einem für die Frau und in einem für den Mann. Die Frau ist gleich vom ersten Tag an fleißig dabei, die Dinge, die sie an ihrem Mann stören, aufzuschreiben. In seinem Kästchen landen Kritikpunkte wie »Das Marmeladeglas nicht zugeschraubt«; »Nasse Handtücher auf dem Badezimmerboden« und »Schmutzige Socken nicht im Wäschesack«. Schließlich kommt der Tag, an dem sie die Kästchen austauschen. Der Mann öffnet das seine, liest aufmerksam die Karten seiner Gattin und denkt über seine Fehler nach. Danach ist die Frau an der Reihe. Sie öffnet ihre Schachtel und beginnt, eine Karte nach der anderen zu lesen. Überrascht stellt sie fest, dass auf allen die gleichen Worte stehen: »Ich liebe dich!«
Das Verhalten dieses Ehemannes ist eine treffende Illustration für unseren Tagesvers: »Die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden« (1. Petrus 4,8). Sie wirft dem anderen seine Fehler nicht vor, sondern ist bereit, sein Versagen zu übersehen. Doch das bleibt nicht ganz ohne Auswirkungen. Wenn man mit einer Decke ein Feuer erstickt, wird der Stoff dabei angesengt; ebenso ist der Liebende bereit, die Sünden anderer zuzudecken und die Folgen des Unrechts selbst zu tragen. Genau das hat auch Jesus Christus getan: »Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen« (Jesaja 53,5). Von ihm können Sie Liebe lernen.

Peter Güthler
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Frage
Wem von den beiden möchten Sie gleichen?
Tipp
Man muss aber aufpassen, dass man den anderen nicht durch Gedankenlosigkeit ärgert. Dann hilft auch »Ich liebe dich!« nichts.
Bibellese
1. Johannes 4,7-21

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