Sonntag, 06. Oktober 2019 (Erntedankfest)

Leitvers

Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt.
Römer 1,21

Alltag

Land von Milch und Honig

6.00 Uhr - mein Wecker klingelt. Wie jeden Morgen. Nachdem ich mich aus dem Bett gerollt habe, tapse ich benommen über den Teppichboden zum Rollo, ziehe es hoch und öffne ein Fenster, um frische Luft reinzulassen. Dann drücke ich den Lichtschalter. Die Glühlampe fängt an zu brennen, wie immer. Ich überlege, ob ich mich wieder hinlege. Der Gedanke an den Cappuccino aus unserer Kapsel-Maschine in der Küche hält mich wach. Das doppelwandige Cappuccino-Glas in der Hand, sitze ich kurz in der Küche. Danach stapfe ich ins Bad und öffne den Wasserhahn; so viel Wasser, wie viele Menschen auf dieser Erde nicht in fünf Tagen verbrauchen, strömt heraus. Ich beginne, mich mit dem Fünf-Klingen-Rasierer zu rasieren. Danach wird das Aftershave aus dem Keramik-Flakon auftragen. Ich wasche mir noch schnell das Gesicht und die Haare mit zwei unterschiedlichen Waschlotionen und föhne sie anschließend.
Zurück in meinem Zimmer freue ich mich über die Wärme, da ich, bevor ich das Zimmer verließ, die Heizung auf 24 Grad gestellt hatte. Ich mache eben mein Bett und gehe danach in unseren Vorratsraum, wo ich zielstrebig einen Griff in die Müsli-Abteilung tue. Option eins: Haferflocken; Option zwei: Cornflakes (ungezuckert); Option drei: Schokomüsli; Option vier: Knuspermüsli mit getrockneten Weintrauben. Ich wähle Option vier. In der Küche greife ich mir ein Müslischälchen und noch die Milch aus dem Kühlschrank. Perfektioniert wird mein Frühstück durch Blütenhonig.
Vor meiner Schüssel halte ich inne. Ich danke Gott für mein Essen und stelle fest, dass ich in einem Land lebe, das von Milch und Honig fließt. Hoffentlich benötigt Dankbarkeit in meinem und Ihrem Leben nicht immer so viel Zeit zum Nachdenken, um das Offensichtliche zu sehen. Jannik Sandhöfer
Frage
Warum danken wir Gott so selten?
Tipp
Dankbar werden wir nur, wenn wir erkennen, dass alles, was wir haben, Gottes Geschenke an uns sind.
Bibellese
5. Mose 6,1-9

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