Dienstag, 06. November 2001

Leitvers

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.
Offenbarung 3,20

Wie sieht’s im Keller aus?

Wie sieht’s im Keller aus?

»Wie konnte er das nur tun?!« »Was muss in ihm vorgegangen sein, dass es soweit kommen konnte?« So fragen wir manchmal, wenn wir vor dem Trümmerhaufen eines Lebens stehen, das uns sehr solide und gegründet erschien.
Nun müssen wir wissen, dass unser Lebenshaus, von dem wir gestern sprachen, nicht nur einen bewusst wahrgenommenen, oberirdischen Teil hat, sondern auch einen Keller, in den alles hinabfällt, was wir erlebt haben und dort ist es aufbewahrt, auch wenn wir uns dessen gar nicht mehr erinnern können.
So erleben wir, dass ein Mensch plötzlich hart und ungerecht wird, wenn sich das Gespräch auf eine bestimmte Person oder eine gewisse Situation richtet. Dann ist es, als stiegen aus dem Keller der Seele faulige und giftige Gase auf, die durch alle Ritzen des Bewusstseins dringen und das freie Atmen und den klaren Blick trüben.
Wenn wir Jesus Christus die Tür geöffnet haben, wird er mit uns auch bald in den Keller hinabsteigen, weil er gekommen ist, um uns heil zu machen. Früher glaubte ich, er werde alles Giftige, Brodelnde, Schwärende einfach in nichts auflösen; aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass er es anders macht. Er sperrt alles in ein sicheres Loch und versiegelt die Klappe, mit der es verschlossen ist durch seinen Heiligen Geist. Dann bekommt man viel Platz in der Seele für alles Gute, was in der Gemeinschaft mit Christus zu erleben ist. Wagt man aber nach gewisser Zeit, ohne ihn auszukommen, so fliegt sehr bald die Klappe auf und das Elend fängt wieder an, auch bei Christen!

Hermann Grabe
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Frage
Ist das auch meine Erfahrung?
Tipp
Er muss wohnen bleiben, für immer!
Bibellese
Hesekiel 33,21-22.30-33

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