Freitag, 06. Dezember 2002

Leitvers

Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen.
Hiob 37,5

Was können wir wissen?

Was können wir wissen?

In unserer wissenschaftsgläubigen Welt haben viele den Eindruck, unsere Erkenntnis könne beliebig ausgedehnt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit und des Forschungsaufwands, bis wir alles ergründet haben. Stimmt das? Der dänische Naturwissenschaftler Claus Emmeche schreibt:
»Auch wenn Physik, Chemie, Biologie und andere Wissenschaften erheblich dazu beitragen, eine große Landkarte von der Wirklichkeit zu zeichnen, können sie doch einige weiße Flecken nie ganz ausfüllen. Je mehr Details sie untersuchen und in die Karte einfügen, desto mehr neue Löcher und Horizonte tun sich auf. Erkenntnis hat also eine gebrochene, eine fraktale Struktur: Mit jedem neu erworbenen Wissenszipfel »steigen wir tiefer hinab«. Wir können dann zwar das Universum für Gespräche über die Natur erweitern, aber wir haben gleichzeitig die Grenzen zum Unbekannten ausgeweitet. Und wenn wir uns nur an die Zipfel halten, ohne sie zu größeren Einheiten zusammenzufassen, graben wir uns nur immer tiefer in das Loch hinein und sehen einen immer kleineren Teil des Horizonts.«
Stimmen diese Aussagen? Über die Bilanz all unserer Bemühungen lesen wir in der Bibel: »Da ich mein Sinnen darauf richtete, Weisheit kennen zu lernen, und danach suchte, die Tätigkeiten zu durchschauen, die auf Erden betrieben werden, … da sah ich: alles ist Gottes Werk, doch der Mensch ist nicht imstande, die Vorgänge zu ergründen, die sich abspielen unter der Sonne. Wie viel der Mensch sich auch mit Forschen abmüht, er wird es nicht ergründen; und selbst der Weise, der meint, es zu kennen, vermag es nicht zu ergründen« (Prediger 8,16-17).

Werner Gitt


Frage
Sind wir uns der Begrenzung unserer Erkenntnis bewusst?
Tipp
Die Konsequenz wäre Ehrfurcht vor unserem Schöpfer und Dankbarkeit ihm gegenüber, der alles weiß und dem nichts unmöglich ist.
Bibellese
Hiob 37,1-16

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