Freitag, 07. Februar 2014

Leitvers

Jesus weinte.
Johannes 11,35

Ach, wer tröstet mich?

Ach, wer tröstet mich?

Gerade hatten sie noch ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Die Kinder mit ihren Familien waren angereist. Das Fest wurde in dem kleinen Ort zu einer Begegnung von Nachbarn, Freunden, den Repräsentanten von Kirche und Gemeinde. Und dann, ein paar Monate später: »... wir trauern um meinen lieben Mann, unseren guten Vater ...« Auf dem Friedhof wurde ein Erinnerungskärtchen verteilt mit dem Satz: »Der Tod eines geliebten Menschen ist das Zurückgeben einer Kostbarkeit, die uns Gott geliehen hat.«
Einige Tage nach der Beerdigung sprach ich mit der Trauernden. Da wurde uns bewusst, wie das Wissen um die Geborgenheit bei Gott die eine Seite ist. Doch die andere Seite ist das tägliche Empfinden, dass der Platz am Tisch leer ist, dass der geliebte Ehepartner fehlt und immer fehlen wird, solange wir auf Erden leben. Trost und doch Trauer. Trost auch in der Trauer?
An einem der ProChrist-Abende sahen wir uns wieder. Ulrich Parzany hatte eindringlich davon gesprochen, dass Jesus Christus durch das tiefste Leid gegangen ist, das wir uns vorstellen können. Wenn jemand weiß, was Leid ist, dann er. Und wenn jemand trösten kann – den, der im Leid steht –, dann auch er, der Sohn Gottes. Wie hat er doch mitgetragen an dem Leid der Schwestern Marta und Maria beim Tod ihres Bruders Lazarus! »Er weinte«, wird uns berichtet. Aber dieses Weinen, das sein Mitgefühl zeigte, führte zur Auferweckung des Bruders der beiden Schwestern. Jesus kann eine Hoffnung geben, die über das Leid hinausgeht. Er selbst ist auferstanden vom Tod und hat denen, die ihm im Glauben vertrauen, auch Auferstehung und ewiges Leben zugesagt.
Diese Hoffnung trägt uns auch durch schwere Zeiten.

Eberhard Liebald


Frage
Vielleicht will Gott Sie gebrauchen, um Trost zu vermitteln?
Tipp
Wenn Jesus, der Sohn Gottes, tröstet und Hoffnung geben kann, dann sollten wir in leidvollen Situationen zu ihm kommen!
Bibellese
Jesaja 63,7-9

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