Dienstag, 07. Mai 2013

Leitvers

Und er sprach zu Jesus: Gedenke meiner, Herr, wenn du in deinem Reich kommst! Und er sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Lukas 23,42-43

Jesus Christus

Seitenwechsel

Die Mittagssonne steht brütend über der Stadt. Drei Männer werden öffentlich hingerichtet. Scharen von Schaulustigen sind gekommen. Besonders das Schicksal des Mannes in der Mitte interessiert die Leute. Noch vor wenigen Tagen haben sie ihn als Messias gefeiert. Aber jetzt genießen sie spottend seine Hilflosigkeit: »Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, steige doch vom Kreuz herunter!« (Matthäus 27,40). Die beiden anderen Gehenkten, zwei Verbrecher, stimmen energisch mit ein. Jedes Wort kostet sie Kraft und verursacht Schmerzen, aber der Spott über den selbst ernannten Gottessohn lässt sie ihre eigene Situation vergessen.
Doch dann hält einer von ihnen inne. Mitten im Lärm der immer noch spottenden Menge wendet er sich an den anderen: »Fürchtest du Gott nicht? Wir werden zu Recht gerichtet! Dieser aber hat nichts Verkehrtes getan.«
Diesem Mann war klar, dass seine eigene Strafe gerechtfertigt war. Seine bösen Taten ließen sich nicht leugnen. Ja noch mehr, er erkannte, dass er selbst böse war. Sein verdorbenes Wesen hatte sich gerade wieder deutlich in seinen Spottreden gezeigt. Und jetzt erkannte er, dass der Mann in der Mitte anders war. Sein Verhalten beeindruckte ihn. Während der Verspottete gekreuzigt wurde, hatte er doch tatsächlich für seine Henker gebetet.
War dieser Jesus etwa doch der Sohn Gottes? Sollte er, der Schuldlose, wirklich für die Schuldigen sein Leben lassen, wie er selbst gesagt hatte? Der Spott der Leute tritt für ihn plötzlich völlig in den Hintergrund, als er sich mit letzter Kraft dem Gekreuzigten zuwendet. Das Unglaubliche passiert: Jesus sichert dem Spötter sofortige Vergebung zu. Was für ein folgenreicher Seitenwechsel! William Kaal
Frage
Was kennzeichnet den Seitenwechsel dieses Verbrechers?
Tipp
Nur wer sich schuldbewusst dem Gekreuzigten zuwendet, wird ewigen Frieden mit Gott erfahren.
Bibellese
1. Petrus 2,21-25

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