
Denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit, bevor die Tage des Übels kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen!
Prediger 12,1

Heute vor vier Jahren ereignete sich mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel und etwa 1200 Todesopfern der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Viele Opfer waren junge Erwachsene, die ein Festival im Süden Israels besuchten und zu dem Zeitpunkt, als die Terroristen in israelisches Gebiet eindrangen, ausgelassen zur Musik tanzten. Nur kurze Zeit später erreichte sie der Horror des Angriffs: Etliche wurden erschossen oder bei lebendigem Leib verbrannt.
Mittlerweile befindet sich auf dem Gelände eine Erinnerungsstätte. Für jedes Opfer gibt es eine Gedenktafel mit Fotos und Erzählungen. Häufig ist zu lesen, wie die Menschen über ihre Handys verzweifelt Kontakt zu ihren Liebsten aufgenommen hatten. Zusammen mit Augenzeugenberichten bringen diese Telefonate und Textnachrichten die Schrecken des Terrors auf lebendige, ergreifende Weise nahe. Dabei fällt auf, dass die jungen Leute sehr ähnlich reagierten, als sie dem Tod ins Auge sahen. Für die meisten hatte der Glaube an Gott bisher kaum eine Rolle gespielt, doch nun riefen sie zu ihm um Hilfe. Zahlreiche beteten auch das »Schma Jisrael«, wobei manche nicht bis zum Ende kamen.
Im Angesicht des Todes scheinen sich unsere Überzeugungen zu ändern. Rufe wie »Oh meine Philosophie!« oder »Oh meine Wissenschaft!« waren nicht zu hören. In Todesangst schreien wir reflexartig zu Gott, selbst wenn wir seine Existenz kurz zuvor noch ausgeschlossen hätten.
Die Bibel lädt dazu ein, Gott schon in der Zeit unserer Jugend zu suchen (siehe Tagesvers). Wenn es uns körperlich gut geht, wir gern in die Zukunft blicken, uns große Ziele stecken und der Tod weit weg scheint, gerade dann sollen wir an ihn denken. Denn wer in guten Zeiten sein Leben dem guten Gott überlässt, für den hat der Tod den Schrecken verloren. Er kann mit wahrer Zuversicht in die Zukunft blicken.

Worauf könnten Sie zählen, wenn Sie in diesem Moment aus dem Leben gerissen würden?

Gott ist immer verlässlich - in Zeiten des Schreckens wie auch der Freude.
