
Der Gott aber, der unsere Hoffnung ist, erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden auf dem Grunde des Glaubens, damit ihr immer reicher an Hoffnung werdet!
Römer 15,13

Am 7. November 1957, heute vor 70 Jahren, lief im Sachsenring-Automobilwerk Zwickau der erste Trabant vom Band. Das Wort »Trabant« kommt ursprünglich aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie »Begleiter« oder »Weggefährte«. Auch in der Astronomie wird dieser Begriff verwendet: Dort ist ein Trabant ein Himmelskörper, der einen Planeten auf einer festen Bahn umkreist - so wie der Mond die Erde. Genau das sollte der Trabant symbolisieren: Das Fahrzeug sollte ein treuer Begleiter im Alltag sein, eine verlässliche Konstante, die sicher in ihrer Bahn bleibt.
Das Problem war allerdings, dass die Nachfrage das Angebot bei Weitem überstieg. Zum Zeitpunkt der Wende lagen schätzungsweise über zwei Millionen offene Bestellungen vor. Die Wartelisten waren also endlos - und die Wartezeiten ebenso: Oft mussten Interessenten 10 bis 15 Jahre lang auf einen Neuwagen warten. Ich stelle mir vor, wie schwer diese Zeit des Wartens gewesen sein muss und wie die Hoffnung nach und nach schwand. Dabei muss ich an die Worte des biblischen Königs Salomo denken: »Endloses Hoffen macht das Herz krank« (Sprüche 13,12).
Ja, es ist schwer für einen Menschen, eine Hoffnung auf Verbesserung in sich zu tragen, ohne dass sich etwas ändert. Wir können diesen Gedankengang gut auf andere Lebensbereiche übertragen. Vielleicht hoffen Sie nicht auf ein Fahrzeug, sondern auf einen Begleiter. Vielleicht fühlen Sie sich oft einsam und allein. Vielleicht tragen Sie in sich die Sehnsucht nach Liebe und Annahme oder nach Frieden in einer Beziehung.
Bei Gott wird die Nachfrage das Angebot nie übersteigen. Er hat unendliche Möglichkeiten, um unsere Unruhe zu stillen. Er kann Ihr Begleiter werden, wenn Sie sich im Gebet an ihn wenden.

Wo suchen Sie nach innerem Frieden?

Gott hält unendlich viel Liebe und Annahme für Sie bereit - denn er ist ihre Quelle.
