Montag, 08. April 2002

Leitvers
Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.

Hebräer 13,5

Treu bis zum Ende

Treu bis zum Ende

Was soll man mit dem alten Kram? Ein ausgedienter Herd, bei dem nur noch zwei Platten funktionieren, eine alte Waschmaschine mit kaputtem Motor, zwei Kühlgeräte, die ständig vereist sind, und eine alte Mikrowelle landen auf dem Wertstoffhof. Es kostet Geld, sie loszuwerden. Doch das ist es mir wert. Viele Wochen haben sie meine Garage blockiert. Jetzt bin ich froh, dass ich sie los bin.
Aber nachdenklich wird man doch; denn manchen alten Menschen ergeht es ähnlich. Ihre Leistungsfähigkeit lässt nach. Man schiebt sie aufs gesellschaftliche Abstellgleis. Oft heißt für sie die Endstation »Altersheim«. Für die Angehörigen sind sie nur noch eine Last. Sie wären eigentlich ganz froh, »wenn das Leiden bald ein Ende hätte«.
Der Schreiber von Psalm 71 hat seinerzeit ähnliche Dinge beobachtet. Er hat die Jugend bereits hinter sich (V. 17). Wenn er an die Zeit des Alters denkt, macht es ihm Sorge, dass er einmal hilflos und verlassen der Willkür anderer Menschen ausgeliefert sein könnte. Da kommt ihm Gott in den Sinn. Der hat ihn von seiner Jugend an gut geführt und wird ihm auch im Alter noch treu zur Seite stehen. Vertrauensvoll gibt er sein Leben in seine Hand: »Bis zum Alter und bis zum Greisentum verlass mich nicht, o Gott« (Psalm 71,18). Gott wird ihn nicht enttäuschen. König David schaut am Ende seines Lebens zurück und sagt: »Ich war jung und bin auch alt geworden, doch nie sah ich einen Gerechten verlassen« (Psalm 37,25). Bei Gott ist unser Leben in guten Händen. Wenn wir es ihm anvertrauen, wird er treu sein – bis zum Ende!

Peter Güthler

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Bibellese
Hebräer 13,7-9

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