Donnerstag, 08. Juni 2000

Leitvers

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Matthäus 6,24

Geschichte

Zehn Jahre Währungsunion

Mit der Wirtschafts- und Währungsunion waren die Tage der DDR schon gezählt, denn dieser politische Schritt bedeutete eigentlich schon Vereinigung. Es ging ja nicht nur darum, dass die D-Mark nun auch im Osten galt. Übernommen wurden damit auch die politischen Rahmenbedingungen dieser Währung. Das eine war ohne das andere nicht zu haben. Die Wiedervereinigung Deutschlands war greifbar nahegerückt. - Was die Menschen im Osten neben anderem auf den Transparenten äußerten, war die Absicht, zur DM zu gehen, wenn diese nicht zu ihnen komme. Das war unzweideutig und sogar verständlich. Doch hier werden die dunklen Seiten der sonst so freudigen Vorgänge erkennbar. Natürlich ging es den Menschen um Freiheit, aber es ging auch darum, an der Tag für Tag im Fernsehen präsentierten westdeutschen Warenwelt teilnehmen zu können. Auch wenn die meisten das Wort aus dem Buch Prediger noch nie gelesen hatten, wussten sie bis tief ins Herz hinein: »Und das Geld gewährt alles«.
Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass die vierzig Jahre Marxismus materiell kaum etwas gebracht hatten. Um so erfolgreicher aber hatte das Regime Verwüstungen in den Köpfen und Herzen der Menschen angerichtet. In den Kernländern der Reformation bekennt sich heute die Mehrzahl der Einwohner offen zum Atheismus.
Ist es eigentlich verwunderlich, dass der Mensch, der nicht mehr nach Gott fragt, nach dem Geld trachtet wie nach einem Gott? - Das gilt übrigens nicht nur für »die da drüben«, sondern auch für uns hier. Auch hier dient man dem »Mammon«, wenn man Gott nicht dienen will.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Wem gilt mein oberstes Interesse?
Tipp
Überall auf dem Globus, wo man den wirklichen Christen Freiheit gewährt, segnet Gott auch die Ungläubigen.
Bibellese
1. Korinther 9,1-18

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