Sonntag, 08. August 1999

Leitvers

Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem
Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit
meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.

Offenbarung 3,21

Rechtschreibreform

Rechtschreibreform

Wie jüngst geschehen, wurde auch 1901/02 die deutsche Rechtschreibung grundlegend reformiert. Die Schreibweise sollte vereinfacht und modernisiert werden. So wurde u. a. angeregt, das unbetonte >H< aus vielen Wörtern zu streichen. Thür und Thor sollten zu Tür und Tor werden. Als der damalige Kaiser von dieser Änderungsabsicht erfuhr, protestierte er lautstark: »An meinem Thron wird nicht gerüttelt!« Er konnte sich durchsetzen und es kam zum Sonderfall des Wörtchens Thron. Aber 16 Jahre später wurde doch an seinem Thron gerüttelt. Thron mitsamt Kaiser waren abgeschafft.
Wie anders verhält es sich mit dem Herrn aller Herren, mit Jesus Christus! Die Bibel sagt von ihm: »Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit« (Hebräer 1,8). An diesem Thron kann keiner rütteln. Aber der Herr Jesus Christus hielt nicht wie Wilhelm der II. an seinem Thron fest, sondern er erniedrigte sich selbst und wurde unser Diener (vgl. Philipper 2,7). »Er selber, Gottes Sohn, verliess des Vaters Thron, litt Schande, Spott und Not, ging für uns in den Tod«, textet Gerhard Schnitter. Von Ludwig dem XIV., der sich selbst den >allerchristlichsten König< nannte, heißt es, dass er verdienstvolle Menschen dadurch ehrte, dass sie dem >Sonnenkönig< das Waschwasser reichen oder bei seinen Mahlzeiten zusehen durften. O Herr Jesus, was für ein unvergleichlicher König bist du! Du legst alle Pracht freiwillig ab, wäschst die Füße deiner Jünger und lädst sie ein, mit dir zu essen!
Und am Ende wird er uns sogar mitsitzen lassen auf seinem Thron, wie das obige Wort uns sagt.

Andreas Fett
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Frage
Sind wir diesem König nicht alle Liebe schuldig?
Tipp
Versuchen Sie nicht Ludwig XIV. ähnlich zu werden, sondern dem König Jesus Christus.
Bibellese
Psalm 64

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