Dienstag, 09. Februar 2016

Leitvers

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
2. Korinther 5,21

Nubbelverbrennung

Nubbelverbrennung

Heute, in der Nacht zum Aschermittwoch, wird an vielen karnevalistischen Orten wieder ein altes Ritual gepflegt: die Nubbelverbrennung. Der Nubbel, eine Strohpuppe, wird zunächst während des Straßenkarnevals an den Kneipen befestigt. Dort hängt er, mehr oder weniger unbeachtet, während der »tollen« Tage und wird Zeuge des närrischen Treibens. Am Ende der Karnevalszeit im Verlauf des Karnevalsdienstags oder erst am Aschermittwoch wird er abgenommen. Dann, nach einem Umzug, wird ihm der Prozess gemacht. Dabei wirft ihm die Anklage vor, dafür verantwortlich zu sein, dass die Närrinnen und Narren »ihr ganzes Geld versoffen« haben und miteinander fremdgegangen sind. Als gerechte Strafe wird er anschließend – stellvertretend für die eigentlichen Täter – verbrannt. Durch diesen Akt, so der Volksglaube, würden alle Sünden, die in der Karnevalszeit begangen wurden, getilgt.
Ich finde diesen Brauch merkwürdig. Er dokumentiert zum einen das tiefe Bewusstsein der Beteiligten, dass das, was sie in der kurzen Zeit des kollektiven »Sau-Rauslassens« getrieben haben, echte Sünden sind, die gesühnt werden müssen. Zugleich pervertiert dieser Brauch aber auch eine große geistliche Wahrheit. Die Bibel spricht nämlich davon, dass der Sohn Gottes, der selbst mit den Sünden der Menschen nichts zu tun hatte, von ebendiesen hingerichtet wurde, obwohl er völlig unschuldig war. Gleichzeitig bezeugt sie, dass Jesus Christus dabei tatsächlich die Schuld der Menschen auf sich genommen und diese wirksam getilgt hat.
Wenn Sie wirklich von Ihrer persönlichen Lebensschuld überführt werden, dann hilft Ihnen also kein Nubbel, sondern allein der Sohn Gottes. Nur er bietet echte, endgültige Befreiung!

Markus Majonica
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Tipp
Mit dem Heiligen sollte man keinen Scherz treiben.
Bibellese
Jeremia 23,16-22

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