Dienstag, 09. Februar 2021

Leitvers

Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.
Johannes 1,18

Der sprechende Elefant

Der sprechende Elefant

Zwei blinde Männer stehen um einen großen, grauen Elefanten herum. Sie ahnen, dass irgendetwas vor ihnen steht, doch sie wissen nicht, was. Vorsichtig wagt sich einer der beiden mit ausgestreckten Händen an das große Unbekannte heran. Er ertastet den Rüssel des Elefanten und sagt dem anderen mit einem leisen Schrecken: »Es fühlt sich an wie eine Schlange!« Stutzig tappt nun der andere an den Elefanten heran. Er packt ihn an dessen spitz zulaufendem Stoßzahn. Mit großer Überzeugung verkündet er: »Nein, es ist ein Gabelstapler!« Auf einmal fängt der Elefant mit tief dröhnender Stimme an zu sprechen. Leicht amüsiert über die wilden Spekulationen klärt er die beiden Männer auf: »Ich bin ein Elefant.«
Wir Menschen sind wie die beiden blinden Männer in dieser Parabel. In unserem Leben gibt es auch große Unbekannte, Fragen, die jeder einmal hat: Wo komme ich eigentlich her? Gibt es einen Gott? Ist mit dem Tod alles aus? Vielleicht tasten wir selbst uns an eine Antwort heran. Oder wir glauben das, was andere meinen, erkannt zu haben. Doch wer von denen hat recht? Ein Buddhist wird uns eine gänzlich andere Antwort liefern als z. B. ein Atheist. Für die blinden Männer in der Geschichte wurde alles anders, als der Elefant plötzlich anfing zu reden.
Der Tagesvers heute spricht genau davon: Niemand von uns kann Gott sehen. Wir können bestenfalls spekulieren. Doch der »Elefant«, Gott, hat gesprochen. Er hat seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt, »der hat ihn kundgemacht«. Wir können sichere Antworten auf unsere Lebensfragen finden, weil Gott durch seinen Sohn in unser fragendes Vortasten hinein klar und deutlich gesprochen hat. Das finden wir heute niedergeschrieben im Neuen Testament.

Jan Klein
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Hebräer 1,1-3

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