
Er fing an zu sinken und schrie: »Herr, rette mich!« Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest.
Matthäus 14,30-31

Das war keine schöne Situation am Brienzer Rothorn in über 2000 Metern Höhe: Vor uns war nur Schnee, und hinter uns ging es Hunderte Meter den Berg hinunter! Und wer konnte garantieren, dass wir den kleinen Pfad erwischen würden, falls wir doch aus- und hinunterrutschen sollten? Umso dankbarer waren wir, als wir nach einer guten Viertelstunde das Geräusch des Hubschraubers hörten. Er musste uns noch nicht einmal mit dem Seil holen. Stattdessen setzte er zehn Meter entfernt eine Rettungssanitäterin ab. Mit schwindelfreier Sicherheit kam sie auf uns zu und nahm uns bei der Hand. Dann führte sie uns an eine flachere Stelle, von der aus wir in den Helikopter steigen konnten.
Mich fasziniert bis heute dieses Bild: Kaum war ich an der Hand der Sanitäterin, waren meine Schritte fest, und meine Panik war verflogen. Ihr Handgriff gab mir dieselbe Sicherheit wie ein fest im Boden verankertes Stahlseil. Dabei gehörte die Hand einem Menschen, der genauso hätte ausrutschen können wie ich.
Dieses Erlebnis erinnert mich an die Geschichte des Jüngers Petrus. Als Jesus in einer Nacht über den See geht, möchte er das auch tun. Jesus erlaubt es ihm, und Petrus geht tatsächlich auf dem Wasser! Doch dann sieht er die Wellen, und Panik ergreift ihn. Er beginnt zu sinken. Dann ruft er um Hilfe, und Jesus ergreift seine Hand. Auch bei ihm ist es allein die Hand von Jesus, die ihn hält und ihm neue Sicherheit gibt.
Im übertragenen Sinn will Gott genau das auch bei Ihnen tun: Er möchte Sie bei der Hand nehmen und Ihnen Sicherheit geben. Diese Sicherheit gründet sich nicht in Ihrer Kraft, sondern in Gottes unendlicher Macht und Autorität. Er kann Sie auch in unseren unsicheren Zeiten Schritt für Schritt leiten.

Was gibt Ihnen eine unerschütterliche Sicherheit?

Ergreifen Sie Jesu ausgestreckte Hand!
