
Ich werde einen Unterschied zwischen deinem Volk und meinem Volk machen.
2. Mose 8,19

Brandmauern sind wichtige Maßnahmen zum Schutz von Gebäuden im Brandfall. Sie dienen aber vor allem dem Schutz von Menschen. Sie verhindern, dass ein Feuer auf bestimmte Gebäudeteile oder andere Gebäude übergreift. Damit diese Aufgabe gesichert ist, muss die Brandmauer selber aus feuerbeständigen, nicht brennbaren Baustoffen bestehen, hinreichend standfest sein usw. In jedem Fall gilt: Wenn in einem Haus Feuer ausbricht, kann man froh sein, wenn man eine solche Brandmauer hat, hinter der man sich (sicher) vor dem Inferno der Flammen schützen kann, und es eine (feuerfeste) Tür gibt, durch die man auf die sichere Seite gelangen kann. Doch was hat das alles mit dem Tagesvers zu tun?
Der Tagesvers entstammt einer Begebenheit, in der Gott durch übernatürliche Katastrophen ein Gericht über Menschen ausübt, die sein Volk unterdrücken. Gott macht hier zunächst deutlich, dass es einen Unterschied macht, ob man zu Gottes Volk gehört oder zu dessen Feinden. Aber der Vers sagt weit mehr: Das Wort, das hier für »Unterschied« im Hebräischen verwendet wird, kann man auch mit »Scheidung« oder gar mit »Erlösung« übersetzen. In einer Übersetzung ist sogar von »Rettungswand« die Rede. Und das finde ich sehr anschaulich: Wenn Gott sein Volk schützen will, dann errichtet er eine Brandmauer, die alle, die sich dahinter bergen, sicher schützt.
Im Neuen Testament wird klar, dass diese Brandmauer einen Namen hat: Jesus Christus. Er hat den Zorn Gottes über alle unsere Vergehen und Verbrechen getragen. Jeder, der sich hinter Christus in Deckung bringt, ist vor dem Gericht Gottes absolut sicher. Und überdies ist Christus die notwendige Tür (Johannes 10,9), durch die wir auf die sichere Seite gelangen können.


