Dienstag, 09. November 1999

Leitvers

Da stürzte die Mauer in sich zusammen .
Josua 6,20

Zeitzeichen

»Wenn Mauern fallen«

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 öffnet die DDR-Führung ihre Grenzen zur BRD und nach West-Berlin. Seit September 1989 hatten die Demonstrationen für Freiheit und Demokratie ständig zugenommen. Zur festen Einrichtung wurden die wöchentlichen Friedensgebete in der Leipziger Nicolaikirche mit den anschließenden »Montagsdemonstrationen«. Früh am 10. November strömen unzählige Menschen fassungslos und mit Tränen in den Augen zu Fuß oder in ihren knatternden Trabis nach West-Berlin. Keine Mauer hält sie mehr.
Doch es gibt auch noch andere Mauern. Jeder Gartenbesitzer errichtet seinen Zaun und wehe, es fällt das Laub des Nachbarn in den Garten. - Sie wissen schon! Und es gibt die Mauern in unseren Herzen, z.B. gegenüber Gott. Wie oft habe ich besonders von älteren Menschen das Lebensmotto »Tue recht und scheue niemand« gehört. Das heißt dann: »Ich brauche keinen Gott - ich bin ja anständig« oder »Wenn es Gott gibt, wird er mich schon so wie ich bin akzeptieren«. Auch eine Art Mauer! Andere bauen eine Mauer der Religiosität um sich. Sie sind Mitglied einer Kirche, wurden als Kind getauft und halten die kirchlichen Feiertage und die Gebote so gut es geht ein. Sie fühlen sich in ihren Kirchenmauern sicher. All diese Mauern müssen fallen.
Gott selbst will die Mauern unserer trügerischen Selbstgerechtigkeit einreißen, indem er unsere Schuld schonungslos aufdeckt. Aber dann errichtet er eine neue Mauer. Er selbst will eine Schutzmauer um die Seinen sein. »... auch seine Kinder haben eine Zuflucht (Feste oder Mauer)« (Sprüche 14,26). Ewald Epp
Frage
Leben Sie noch hinter Mauern, die fallen müssen?
Tipp
Kapitulieren Sie und übergeben Sie dem »König der Ehren« den Schlüssel zu Ihrem Herzen!
Bibellese
Jakobus 2,14-26

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