Donnerstag, 09. Dezember 1999

Leitvers

Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1. Johannes 5,20

Schlussfolgerndes Denken

Schlussfolgerndes Denken

In der Wissenschaft, aber auch im täglichen Leben wenden wir ständig verschiedene Denkprinzipien an, von denen das schlussfolgernde Denken wohl die häufigste Art ist. Wir kennen einige Voraussetzungen und Fakten und ziehen daraus Schlüsse mit einem neuen Ergebnis bzw. gewinnen neue Information. Weil wir Menschen mit dieser Gabe ausgerüstet sind, brauchte Gott uns nicht eine 1000bändige Bibliothek, sondern nur ein einziges Buch auszuhändigen, die Bibel. Vieles von dem, was nicht geschrieben steht, können wir uns denkerisch erschließen.
In Israel gab es zur Zeit Jesu die Sadduzäer, die nicht an eine Auferstehung glaubten. So kamen sie mit einer Fangfrage zu Jesus und versuchten ihn mit folgender gedachten Situation: Eine Frau habe nach dem Tod des ersten Mannes seinen Bruder geheiratet. Als dieser starb, heiratete sie einen weiteren Bruder. Schließlich starb sie selbst, nachdem sie alle sieben Brüder zum Mann gehabt hatte. Wessen Frau wird sie in der Auferstehung sein? Als Antwort gab Jesus ihnen ein Lehrstück für das schlussfolgernde Denken. Ohne weiteres hätten sie auch aus dem Alten Testament die Auferstehung von den Toten ableiten können. In Matthäus 22,32 zitiert Jesus, wie Gott sich dem Mose bei der Berufung vorstellt: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs« (2. Mose 3,6) und fügt hinzu »Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen« und überlässt es seinen Kritikern, daraus die Auferstehung abzuleiten: Weil Gott Leben ist, kann er nur über Lebende Gott sein. Da aber Abraham und Isaak gestorben sind, müssen sie auferstehen, denn sonst wäre Gott ein Gott der Toten und nicht der Lebenden.

Werner Gitt


Frage
Kennen wir andere biblische Fragestellungen, bei denen uns nur das schlussfolgernde Denken weiterhilft?
Tipp
Ziehen Sie eigene Schlussfolgerungen aus Römer 1,19-20!
Bibellese
Jesaja 43,22-28

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