Donnerstag, 10. Oktober 2013

Leitvers

»Der Hund kehrt zu dem zurück, was er erbrochen hat; das Schwein, sauber gewaschen, wälzt sich hinterher doch wieder im Schlamm.«
2. Petrus 2,22

Zum Affen gemacht?

Zum Affen gemacht?

Brav tat er alles, was die Menschen von ihm verlangten: Er lernte Radfahren und gesittet am Tisch mit Messer und Gabel essen. Petermann, der berühmte Schimpanse aus dem Kölner Zoo, konnte in Karnevalskostümen Späße machen und sogar Bier ausschenken. War er überhaupt noch ein richtiger Affe? Oder doch schon so etwas wie ein kleiner Mensch? Petermann war Medienstar, Entertainer und Werbebotschafter in einem. Doch als der verkleidete Affe geschlechtsreif wurde, kam immer mehr die Aggressivität eines ausgewachsenen und nicht artgerecht gehaltenen Schimpansen bei ihm zum Vorschein. Am 10. Oktober 1985 schließlich vergaß ein Wärter, die Tür zu Petermanns Käfig richtig zu verschließen. Petermann büchste aus und biss den Zoodirektor, der beruhigend auf ihn einreden wollte, in Gesicht und Hals, sodass dieser mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Daraufhin wurde Petermann - er war nun 37 Jahre alt - von der Polizei erschossen.
»Ist doch klar«, wird man heute sagen, »ein Affe bleibt ein Affe! Er muss artgerecht gehalten werden. Man kann keinen Menschen aus ihm machen, das ist gegen seine Natur.« Aber versuchen nicht viele Menschen dasselbe? Sie wollen Christen sein und denken, sie könnten das, indem sie christliche Verhaltensweisen imitieren. Aber das ist ein Trugschluss. Ihre alte Natur wird sich immer wieder zeigen. Ein Affe bleibt ein Affe, und ein Mensch ohne Gott bleibt ein Mensch ohne Gott. Um wirklich Christ zu sein, muss eine Wesensveränderung stattfinden. Und die kann sich niemand antrainieren, die muss Gott schenken: »Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden« (2. Korinther 5,17).

Elisabeth Weise
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Frage
Wie beurteilen Sie die Veränderbarkeit eines Wesens?
Tipp
Irgendwann fällt jede Maskerade!
Bibellese
Matthäus 23,25-28

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