Freitag, 11. Januar 2019

Leitvers
Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt.

1. Korinther 15,14

Unsichtbare Verbindung

Unsichtbare Verbindung

Es ist ruhig auf dem Friedwald. Der feuchte Waldboden dämpft jeden Schritt, und aus den hohen Baumkronen zirpen einzelne Vögel in andachtsvoller Zurückhaltung. In der Ferne bahnt sich ein alter Mann den Weg durch das Laub. Vor einer der zahlreichen Rotbuchen, die als Baumgrabstätte dienen, bleibt er stehen und senkt den Kopf. Nichts ist zu hören als nur das leise Blätterrauschen. Da ruft er plötzlich mitten in die Stille: »Josef, … wie geht’s dir?«, und plaudert fröhlich und laut vernehmbar drauflos.
Für den weit abseitsstehenden Beobachter eine befremdliche Szene. Nicht nur scheint das laute Reden für diesen Ort der Stille ungewöhnlich. Nein, im ersten Augenblick könnte er den Eindruck gewinnen, der Rentner spräche zu einer Person, die hier unter einem der Bäume ihre letzte Ruhestätte fand. Nur beim genauen Hinschauen ist zu erkennen, dass der Alte ein Handy in der Hand hält, durch das er munter mit seinem offensichtlich sehr lebendigen Freund spricht.
Manchem, der Jesus Christus noch nicht persönlich kennengelernt hat, mag es ebenso merkwürdig, ja, geradezu verrückt vorkommen, jemanden beten zu hören. Für ihn ist Jesus nur ein Mensch, der vor rund 2000 Jahren starb und nach dem sich die christliche Jahreszählung richtet.
Wäre das der Fall und Jesus nichts weiter als eine historische Person, dann gäbe es wirklich keinen Grund, mit ihm zu reden. Dann hätte Beten keinerlei Auswirkung und wäre lediglich eine Form des Selbstgesprächs. Wenn die Bibel allerdings recht hat, hieße das, dass Jesus der Sohn Gottes und Schöpfer aller Dinge ist. Der Erste, der von den Toten auferstanden ist. Und der Einzige, der Schuld vergeben kann und Gebet erhört. Würde das nicht alles verändern?

Sabrina Nagel


Frage
Wer ist Jesus Christus für Sie?
Tipp
Bei den wesentlichen Dingen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Bibellese
1. Korinther 15,12-22

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