
Faulheit lässt das Gebälk schief werden, und das Dach wird undicht, wenn die Hände lässig im Schoß liegen.
Prediger 10,18

Einer der schiefsten Türme der Welt steht in Bad Frankenhausen in Thüringen. Es ist der Turm der Oberkirche, und mit einer Neigung von 4,93 Grad übertrifft er sogar den berühmten Schiefen Turm von Pisa. Das Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich Teil einer gotischen Kirche. Im Laufe der Jahrhunderte begann sich der Turm aufgrund von Bodenverschiebungen zunehmend zu neigen. Trotz zahlreicher Sanierungsversuche konnte die Schieflage nicht gestoppt werden. Heute wird der Turm durch moderne Technik stabilisiert, um einen Einsturz zu verhindern.
So wie aus verschiedenen Gründen ein Gebäude in Schieflage geraten oder Schäden bekommen kann, so ist das auch mit dem Leben selbst. Es kann in eine Schieflage geraten, wenn die Grundlage nicht (mehr) fest und sicher ist. Ein Straftäter, der sich aufgrund seiner Drogensucht in Beschaffungskriminalität verwickelt, ist auf die schiefe Bahn geraten. Es geht abwärts, und er kommt früher oder später zu Fall. Aber auch Nachlässigkeit und Faulheit können ein Leben in Schieflage versetzen. In schweren Fällen ist auch hier der Aufwand groß, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Doch auch wer sich von Gott abwendet oder sein Leben bewusst oder unbewusst ohne ihn lebt, gerät in Schieflage. Sein Fall ist unvermeidlich, wenn er nicht die Hand ergreift, die ihn festhält und wieder aufrichtet. Das ist Gottes Absicht mit uns, und er hat es durch seinen Sohn Jesus Christus auf dieser Erde deutlich gezeigt. Der hat allen Menschen geholfen, die zu ihm kamen und glaubten. Er stellte ihr Leben auf einen neuen festen Grund. Dieses Fundament war er selbst, und es trägt auch dann noch, wenn wir dem Tod ins Auge sehen und aus unserem Leben hier Abschied nehmen müssen.

Wo gibt es in Ihrem Leben Anzeichen dafür, in Schieflage zu geraten?

Ergreifen Sie die Hand, die Gott Ihnen in Jesus Christus reicht! Dann können Sie für ewig aufrecht stehen bleiben.
