Mittwoch, 11. Dezember 2013

Leitvers

Sie betrügen einer den anderen, und Wahrheit reden sie nicht.
Jeremia 9,5

Schmeicheleien

Schmeicheleien

Wer kennt nicht das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern? Hans Christian Andersen hatte damit einen bestimmten Menschentyp karikieren wollen; aber es hält uns allen einen Spiegel vor. Wer ist gefeit davor, sich durch Schmeichelei etwas einreden zu lassen, was einfach nicht stimmt? Wie viele wurden durch Schmeicheleien um Hab und Gut gebracht! Ich denke da besonders an alte, einsame Menschen, die durch ein paar nette Gesten und Wörter leichtsinnig gemacht wurden und zeigten, wo sie ihr Sparbuch versteckt hatten.
Aber auch junge Menschen sind vor Schmeichlern nicht sicher, besonders wenn sie sich betrogen oder ausgegrenzt vorkommen. Und Verkaufsstrategen aller Spielarten haben das Schmeicheln zur Perfektion entwickelt. Man braucht sich nur mit der Geschichte der Damenmode oder mit den Tricks zu befassen, mit denen die Männer zum Kauf teurer Autos animiert werden.
Gott aber meint es wirklich gut mit uns, und darum muss er uns als Erstes die Wahrheit über unseren Zustand mitteilen. Da bekommen wir nichts Schmeichelhaftes zu hören, sondern werden mit der Tatsache konfrontiert, Feinde des gerechten und heiligen Gottes zu sein und das auch Tag für Tag durch unser Tun unter Beweis gestellt zu haben. Außerdem teilt Gott uns mit, dass er alles protokolliert hat und uns im Endgericht zur Rechenschaft ziehen will. Wer mag das hören?
Und doch ist es so. Und darum wäre es nur klug, dieser aus aufrichtiger Anteilnahme heraus gemachten Bestandsaufnahme Vertrauen zu schenken. Gott ist wie ein Arzt, der uns über unseren Zustand »reinen Wein einschenkt«; aber er kann und will es dabei nicht belassen. Er will alles heilen, will alles gut machen, was wir verdorben hatten. Er schmeichelt nicht. Er liebt uns.

Hermann Grabe
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Frage
Welche tragischen Folgen kann Selbstbetrug haben?
Tipp
Gott kann und braucht man nichts vormachen.
Bibellese
Psalm 8,1-10

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