
Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Johannes 15,13

In der Kathedrale von Salisbury in Südengland kann man viel entdecken. An einer Gedenktafel blieb ich besonders hängen. Hier wird an einen Mann erinnert, der am 12. März 1915 als Soldat in der Schlacht bei Neuve-Chapelle in Flandern kämpfte und sein Leben ließ. Hierbei fielen über 11 000 Männer allein auf britischer Seite.
Einem jungen Mann aus dieser Vielzahl an Getöteten hatten die Bewohner von Salisbury nun diese Tafel gewidmet. Warum? Weil er sein Leben einbüßte bei dem Versuch, einem verwundeten Freund zu helfen. Auf dieser Tafel wurde daher auch der oben stehende Bibelvers zitiert. Mich hat diese Plakette sehr berührt. Man kann sich anhand von Filmen ansatzweise ein Bild davon verschaffen, wie es auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs zuging. Dass man angesichts des Horrors dieses Krieges versucht war, vor allem das eigene Leben zu retten, erscheint naheliegend. Wie groß ist da das Verdienst eines Mannes, der nicht nur das eigene Leben riskiert, sondern es auch eingebüßt hat, um das Leben eines anderen, eines Freundes, zu retten?
Neben dem Mut dieses Mannes hat mir diese Tafel aber auch deutlich vor Augen geführt, welche Gesinnung und Opferbereitschaft Jesus Christus, der Sohn Gottes, besaß, auf den der zitierte Bibelvers eigentlich abzielt. Denn als Mensch hat er sein Leben bewusst hingegeben, um nicht nur einen, sondern alle Menschen zu retten. Das ist der größte Liebesbeweis, zumal wir von Natur aus nicht Gottes Freunde, sondern seine Feinde sind. Um in den Genuss dieser Rettung aus Schuld und für die Ewigkeit zu gelangen, muss ich kein Schlachtfeld betreten. Aber ich muss mich retten lassen, d. h. diesem Jesus mein Leben anvertrauen und ihn als Herrn anerkennen!

Was wären Sie bereit, für einen Freund zu opfern?

Ergreifen Sie die Hand Ihres Retters! Es gibt nur einen.
