Montag, 12. September 2011

Leitvers

Eure Sünden sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott.
Jesaja 59,2

Der Sund

Der Sund

Wenn man in Stralsund den Turm der Marienkirche besteigt, kann man von dort oben die Insel Rügen in der Ostsee bewundern. Die Meerenge, die das Festland und die Insel voneinander trennt, nennt man den Strelasund. Fährt man in Richtung Norden weiter, findet man im skandinavischen Bereich weitere Sunde, wie etwa den Öresund, den Svendborgsund oder den Guldborgsund. In seiner ursprünglichen Wortbedeutung ist mit Sund eine Trennung oder eine Bruchspalte gemeint.
Das deutsche Wort Sünde lässt sich auf den Begriff Sund zurückführen. So wie im Ostseeraum Sunde ein Landteil von einem anderen Landteil scheiden, trennt die Sünde Gott und Mensch voneinander. Sie ist der Bruch, der beide nicht zueinander kommen lässt. Auf der einen Seite steht der heilige und sündlose Gott, auf der anderen Seite der mit Sünde und Schuld beladene Mensch.
Gott aber wollte die Trennung nicht bestehen lassen. Es war sein Wille, die im Paradies verloren gegangene Gemeinschaft zwischen ihm und dem Menschen wieder herzustellen. Deshalb, so ist im Neuen Testament nachzulesen, sandte er seinen Sohn »zur Abschaffung der Sünde« (Hebräer 9,26). Am Kreuz von Golgatha trug Jesus die Strafe der Sünde und bezahlte mit seinem Leben dafür. Im Gebet darf seitdem jeder Mensch seine persönliche Schuld bei Jesus ablegen und dadurch die Trennung zwischen ihm und Gott als aufgehoben erleben.
Die Insel Rügen ist inzwischen durch eine dreispurige Hochbrücke, die Rügenbrücke, mit dem Festland verbunden. Bis zu 22.000 Fahrzeuge können täglich den Strelasund sicher überqueren, um zur anderen Seite zu gelangen. Das Kreuz ist die Brücke über den Sund der Sünde, der sichere Zugang zum Festland Gottes.

Martin von der Mühlen
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Frage
Warum kann ein Mensch die Kluft zwischen sich und Gott nicht selbst überbrücken?
Tipp
»Christus Jesus ist der Mittler zwischen Gott und Menschen.« (1. Timotheus 2,5)
Bibellese
Römer 3,22-26

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