
In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16,33

Die Entführung der Lufthansa-Maschine »Landshut« im Oktober 1977 war eines der dramatischsten Ereignisse des sogenannten »Deutschen Herbstes«. Das Flugzeug, eine Boeing 737, startete am 13. Oktober 1977 in Palma de Mallorca und sollte nach Frankfurt fliegen. An Bord befanden sich insgesamt 91 Menschen, die meisten auf der Rückreise aus dem Urlaub. Doch kurz nach dem Start wurde die Maschine von vier palästinensischen Terroristen entführt. Sie forderten die Freilassung inhaftierter Terroristen. Eine Reise der Angst begann.
Während der mehrtägigen Odyssee flog die »Landshut« mehrere Flughäfen an: zunächst Rom, danach Larnaka. Es folgten Zwischenstopps in Bahrain und in Dubai. Nach der Landung in Aden wurde einer der beiden Piloten erschossen. Die Lage der Geiseln wurde immer verzweifelter. Es gab kaum etwas zu essen. Die Bordtoiletten waren bald verstopft. Hitze, schlechter Geruch und die stickige Luft machten das Atmen schwer und verstärkten die Not der Menschen zusätzlich. Schließlich drohten die Entführer damit, die Maschine in die Luft zu sprengen. Jeder Einzelne hatte Angst um sein Leben. Wie würde die Sache ausgehen?
Solch eine reale Angst greift auch der heutige Tagesvers auf. Es ist ein Zitat von Jesus Christus - gesprochen kurz vor seiner eigenen Hinrichtung. Gerade deshalb können diese Worte für uns heute ein großer Trost sein. Die Geiseln der »Landshut« erlebten die Angst auf eine sehr intensive Weise. Doch Jesus kennt und versteht auch solche große Angst. Zugleich fügte er hinzu, dass er die Welt überwunden hat. Das bedeutet: Die Angst hat nicht das letzte Wort. Vor Jesus dürfen wir unsere Angst aussprechen und darauf vertrauen, dass er uns trägt.

Was macht Ihnen Angst?

Sprechen Sie im Gebet offen vor Gott aus, was Ihnen Sorge und Angst bereitet!
