Freitag, 12. Dezember 2014

Leitvers
Während er dies aber überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum ...

Matthäus 1,20

Skandal in Nazareth

Skandal in Nazareth

Josef, ein angesehener Handwerker in Nazareth, verstand die Welt nicht mehr. Überall, wo er hinkam, steckten die Leute die Köpfe zusammen und tuschelten, dabei sahen sie ihn mitleidig an. Josef brauchte nicht lange, um den Grund des Geredes herauszufinden: Es ging um seine Verlobte Maria, die nach einem dreimonatigen Besuch bei ihren Verwandten wieder zurück war. Zuerst wollte er es nicht glauben, aber es war nicht zu übersehen: Sie war schwanger – und das mit Sicherheit nicht von ihm! Eigentlich müsste sie doch ein schlechtes Gewissen haben, aber sie erschien ihm glücklicher als je zuvor. War etwa ein anderer Mann ...? Er wollte diesen Gedanken nicht weiterdenken, denn er liebte seine Maria, ihr stilles gottesfürchtiges Wesen. Und nun das! Maria hatte ihm bisher keine Erklärung geliefert, und aller Augenschein sprach gegen sie. Unter diesen Umständen konnte er sich einen gemeinsamen Lebensweg nicht mehr vorstellen. Er würde die Konsequenzen ziehen!
An dieser Stelle schreitet Gott ein. Er lässt Josef im Traum durch einen Engel aufklären, dass Maria vom Heiligen Geist schwanger ist und den Sohn Gottes zur Welt bringen wird.
Eine unglaubliche und einzigartige Geschichte, die sich so nicht wiederholen wird, denn wenn Jesus Christus, der Sohn Gottes, diese Erde zum zweiten Mal betreten wird, kommt er nicht mehr als Baby in die Welt, sondern für alle sichtbar mit großer Macht und Herrlichkeit.
Aber Josef und Maria sind uns durch ihr stilles Gottvertrauen zum Vorbild geworden: Josef, weil er dem Engel Gottes die unglaubliche Botschaft glaubte, und Maria, weil sie ihre Rechtfertigung nicht selbst in die Hand nahm, sondern Gott überließ.

Günter Seibert

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Wäre Jesus nicht der Sohn Gottes, dann wären wir alle verloren!
Bibellese
Matthäus 1,18-25

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