Sonntag, 13. Januar 2019

Leitvers
Die Gnadenerweise des HERRN will ich ewig besingen, von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Mund deine Treue verkündigen.

Psalm 89,2

„Alles hat Grenzen, nur Gottes Gnade nicht“

„Alles hat Grenzen, nur Gottes Gnade nicht“

Diesen Spruch las ich in einer kleinen Broschüre für Christen (Morgengruß), in dem für jeden Tag ein erster Impuls aus der Bibel angeboten wird. Er hat mich nicht losgelassen, und ich konnte nicht anders, als ein wenig darüber nachzudenken: Gibt es tatsächlich einen Gott, der seit »ewigen« Zeiten uns Menschen seine Gnade erweist?
Die Bibel zeichnet jedenfalls ein solches Bild von ihm, und offenbar hatte schon vor mehr als 2000 Jahren der Psalmschreiber Etan einen so überwältigenden Eindruck davon, dass er nicht aufhören wollte, diese Gnadenerweise der HERRN zu besingen.
Gnade ist unverdiente Zuwendung aus freien Stücken. Ein wenig ist das mit der Liebe vergleichbar, denn auch bei ihr können wir nicht erklären oder begründen, warum sie zustande kommt. Man empfängt sie unverhofft, und man schenkt sie aus freien Stücken, und es erscheint uns wie ein glücklicher »Zufall«, wenn sie uns trifft.
Doch bei Gott ist das kein Zufall, sondern seine Zuwendung zu uns geschieht ganz bewusst. Das Volk Israel hat nie vergessen, welche wunderbare Befreiung es durch Gottes Gnade aus der Sklaverei in Ägypten erlebte. Bis heute hat Gott sein Volk nicht aufgegeben. Er hat es durch die Wirren seiner langen Geschichte hindurch aufrechterhalten, und er hat noch Weiteres mit ihm vor.
Doch Gottes Gnade gilt nicht einfach einer anonymen Menge von Menschen, sondern jedem Einzelnen! In seiner Gnade (und Liebe) hat Gott allen Menschen zu ihrer persönlichen Rettung von Sünden seinen Sohn geschenkt und mit ihm das ewige Leben - wenn man persönlich dieses Geschenk annimmt. Das habe ich vor vielen Jahren getan, und es ist seitdem immer wieder ein guter Grund zum Singen für mich - auch heute!

Joachim Pletsch

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Frage
Wie merkt man, dass Gott einem tatsächlich gnädig ist?
Tipp
Indem man ihm seine Schuld bekennt und seine Sorgen und Nöte nennt. Um Ersteres hat er sich schon gekümmert, und um das andere kümmert er sich auch.
Bibellese
Titus 2,11-15

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