Freitag, 13. April 2018

Leitvers

Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, ... und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen ...
Matthäus 23,37-38

Qumran und das Drama eines Untergangs

Qumran und das Drama eines Untergangs

Die Schriftrollen von Qumran sind u. a. deswegen so lange erhalten geblieben, weil sich damals, als sie in den Höhlen versteckt wurden, ein Drama abspielte. Im Jahr 68 n. Chr. eskalierten die Erwartungen der Wiederherstellung jüdischer Souveränität in einem Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht. Dadurch hoffte man, die göttliche Unterstützung erzwingen zu können. Das erwies sich als Trugschluss, nicht etwa, weil Gott seinem Volk nicht helfen wollte, sondern weil es diese Hilfe bereits zurückgewiesen hatte, indem es den von Gott gesandten Retter abgelehnt und ans Kreuz gebracht hatte. Die Römer rangen das jüdische Volk nieder und zerstörten Stadt und Tempel sowie sämtliche Bastionen im Land, wie z. B. Masada. Auch die Siedlung und Menschen in Qumran fielen dieser Vernichtung anheim, sodass die Höhlen und der darin verborgene »Schatz« in Vergessenheit gerieten.
Die Lehre Jesu von der Gottes- und Nächstenliebe und der inwendigen Herrschaft Gottes hatte im Judentum tragischerweise keine durchgreifende Beachtung gefunden. Dem Evangelium des frühen Christentums widersetzte man sich weitgehend, weil ein gekreuzigter Messias ein Ärgernis darstellte. So grub sich das jüdische Volk durch hochgezüchtete Erwartungen und Radikalisierung religiöser Ambitionen selbst sein Grab, was Jesus Christus schon rund 40 Jahre zuvor mit den Worten unseres Tagesverses angekündigt hatte.
Die konsequente Verbreitung und Umsetzung des Christusglaubens dagegen erwies sich als Sprengkraft, die schließlich sogar das Römische Reich besiegte. Das Christentum übernahm die weltverändernde Rolle, die das Judentum mit seinem Glauben an Gott bei Annahme des von ihm gesandten Messias tatsächlich hätte spielen können.

Joachim Pletsch
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Frage
Ist es nicht auffällig, wie viele Völker schon an ihrem Anspruch gescheitert sind?
Tipp
Herrschaft, die wahren Frieden und Sicherheit bringt, kann nur von Gott kommen.
Bibellese
Matthäus 24,1-14

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