Mittwoch, 14. April 2021

Leitvers

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,9

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

Im April 2019 musste sich im Münchner Amtsgericht ein Schwarzfahrer wegen dreimaligen Fahrens ohne Fahrschein verantworten. Der Schaden betrug stolze 8,70 Euro. Reumütig gab der Mann sein Vergehen zu und erklärte seine Notlage: Seit einem Unfall sei er arbeitsunfähig und vergesslich, weshalb er nicht immer an das Lösen des Tickets für die Bahn denken würde. Er gab auch unaufgefordert eine Fortsetzung seiner Vergehen zu: Da er zurzeit kein Geld hätte, sei er selbst zu dieser Gerichtsverhandlung ohne Fahrschein gefahren. Die reumütige Erklärung des Angeklagten war offenbar echt und glaubwürdig. Das Verfahren wurde eingestellt, und etliche Zuhörer schenkten dem Mann ungenutzte Tickets und Geld.
In einem Rechtsstaat müssen auch kleine Vergehen geahndet werden, auch wenn dies manchmal lächerlich erscheint und einen immensen bürokratischen Aufwand bedeutet. Doch wo kämen wir hin, würden Richter anfangen, bei einem die Augen zuzudrücken, beim nächsten aber buchstabengetreu nach dem Gesetz zu urteilen? Das wäre ungerecht. Genauso kann auch Gott seine Augen nicht verschließen und »fünf gerade sein lassen«, wenn er Sünde sieht. Gesetzesübertretung kann er einfach nicht dulden. Jede Sünde, ob groß oder klein, widerspricht seiner absoluten Heiligkeit und Gerechtigkeit. Zu unserem Glück aber handelt Gott wie die Zuschauer im Gerichtssaal. Er zeigt Mitgefühl und Barmherzigkeit, wenn Schuld aufrichtig zugegeben wird.
Jeder Mensch ist schuldig vor Gott. Es gibt niemanden, der völlig untadelig leben kann (siehe Römer 3,12). Deshalb sind wir alle auf Gottes Barmherzigkeit und Gnade angewiesen, selbst wenn wir meinen, unsere Sünde sei vergleichsweise klein.

Daniela Bernhard
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Frage
Wie wollen Sie vor dem Richterstuhl Gottes bestehen?
Tipp
Wenn Sie sich auf Jesu Werk am Kreuz berufen, wird Gott Ihr »Verfahren« nicht nur einstellen, sondern Sie sogar freisprechen.
Bibellese
Lukas 18,9-14

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