
Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.
Johannes 15,15

Jedes Frühjahr bringen mich die Spatzen in unserer Hecke aufs Neue zum Schmunzeln. Kaum werden die Tage wärmer, geht das lautstarke Gezwitscher los. Der Klang erinnert mich an Kindergartenkinder, die miteinander streiten: »Wenn du kein rosa Haargummi hast, kannst du nicht meine Freundin sein!« Dann wird gebettelt, die Eltern mögen einem unbedingt genau dieses Haargummi kaufen - weil man auf jeden Fall dazugehören möchte. Doch ist man dann endlich stolzer Besitzer des entsprechenden Haargummis, erfährt man, dass inzwischen etwas ganz anderes gefordert ist: eine Glitzer-Haarspange. Der Zugang zum ersehnten Kreis bleibt einem also trotzdem verwehrt. Heute sieht man mit Abstand: Auf so eine Freundschaft kann man gut verzichten. Damals tat es trotzdem weh.
Wie gut, dass Jesus uns seine Freundschaft auf ganz andere Art anbietet! Wir müssen nicht erst das Passende mitbringen, um dazuzugehören - vielmehr hält Jesus schon alles für uns bereit. Bei ihm muss man sich die Zugehörigkeit nicht verdienen und keine Bedingungen erfüllen. Seine Freundschaft ist absolut einzigartig. Denn wenn wir erst einmal zu seinem Freundeskreis gehören, gibt es nichts und niemanden, der uns je wieder von ihm trennen könnte.
Wie wird man ein Freund von Jesus? Im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 13 erfahren wir mehr darüber: »Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.« Genau das beschreibt Jesu Liebe zu uns und das, was er für uns getan hat. Er ist am Kreuz für unsere Schuld gestorben, und wenn wir das als Geschenk annehmen, dann dürfen wir seine Freunde sein. Er liebt uns und vergibt uns. Wir brauchen diese Liebe und Vergebung nur noch als ein Geschenk von ihm anzunehmen.

Zu welchem Freundeskreis möchten Sie unbedingt dazugehören?

Bei Jesus geht es nicht um Manipulation oder Gruppendruck, sondern um echte Liebe.
