Dienstag, 16. März 2004

Leitvers
Weder Neid noch blinder Ehrgeiz sollen euer Handeln bestimmen.
Im Gegenteil, denkt von euch selbst gering, und achtet den anderen
mehr als euch selbst. Denkt nicht immer zuerst an euch …

Philipper 2,3-4

Der Autobahnstau

Der Autobahnstau

Eine Woche Reisedienst lag hinter mir und ich sehnte mich danach, nach Hause zu kommen. Ich war unterwegs auf der Autobahn. Die Fahrt verlief gut und in eineinhalb Stunden könnte ich daheim sein. Wunderbar, ich freute mich darauf, meine Frau wieder zu sehen. Doch dann kam im Radio die Durchsage: »Auf der A5 (…) ein Unfall, drei Kilometer Stau.« Du liebe Zeit, ein Unfall! Der Rettungshubschrauber war im Einsatz, das konnte dauern. Und es dauerte lange, viel zu lange.
Anfangs sang ich noch ein paar Lieder mit, die ich auf Kassette hatte. Je länger es aber dauerte, desto angespannter waren meine Nerven. Interessanterweise kamen die beiden anderen Spuren langsam vorwärts. Nur auf meiner stand alles still. Nach einiger Zeit wechselte ich die Spur. Jetzt stand diese still. Der Rettungshubschrauber stieg auf und machte einen Bogen über die Autobahn. Inzwischen waren 40 Minuten vorbei und noch immer bewegte sich nichts. Dann kamen drei Abschleppwagen, die auf der Standspur fuhren. Bei der nächsten Auffahrt rückte ein Auto nach dem anderen auf die Autobahn.
Ich ertappte mich dabei, dass ich auf die Verunglückten wütend wurde. »Können die nicht besser aufpassen? So rücksichtslos, ausgerechnet dann einen Unfall zu bauen, wenn ich unterwegs bin.« Doch ein Gefühl von Scham kam über mich. Wie kann man nur so herzlos sein. Ich hatte nur an mich gedacht und nicht einen Gedanken daran verschwendet, dass da Menschen schwer verunglückt waren. Mit der Bitte um Vergebung betete ich zu Gott und bat ihn, auch den Verunglückten zu helfen. Gut, dass man auch im Alltag mit Gott rechnen kann.

Joschi Frühstück

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Frage
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Tipp
Für andere beten ist besser, als auf sie schimpfen.
Bibellese
Johannes 5,1-29

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