Montag, 16. Mai 2016

Leitvers

Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab, auszusprechen.
Apostelgeschichte 2,4

Ein Sprachenwunder

Ein Sprachenwunder

Die 94-jährige Chinesin Liu Jaiyu stellte ihre Ärzte in einer Pekinger Klinik zunächst vor ein Rätsel. Nach einem Schlaganfall, den sie erlitt, sprach sie plötzlich nur noch Englisch. In ihrer Muttersprache Chinesisch brachte sie kein Wort mehr heraus. Der Arzt in der Klinik vermutete, dass bei dem Schlaganfall der für die Muttersprache zuständige Teil des Gehirns beschädigt wurde. Als ehemalige Englischlehrerin beherrschte sie das Englische gut, und so handelte es sich bei ihr nicht eigentlich um ein Sprachenwunder.
Das war an jenem Pfingsttag, von dem unser Tagesvers einiges sagt, ganz anders. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte lesen wir, dass Gott den Heiligen Geist über die Jünger Jesu ausgegossen hatte. Das führte dazu, dass sie in Sprachen reden konnten, die sie nie vorher gelernt hatten. Die vielen Juden, die aus zahlreichen Ländern zum Fest nach Jerusalem gekommen waren, wunderten sich sehr, als sie die einfachen Leute aus Galiläa in ihren Muttersprachen reden hörten. Gott bewirkte dieses wahre Sprachenwunder erstens, damit die Juden lernen sollten, dass Gott der Gott aller Menschen und dass Jesus der Messias für die ganze Welt ist. Zweitens aber sollten sie erfahren, wie sie Frieden mit Gott erhalten konnten, obwohl Jesus in Jerusalem gekreuzigt worden war. Petrus war es, der die erste christliche Predigt hielt, die dann auch gleich zur Bekehrung von 3000 Menschen führte. An diesem Tag entstand also die christliche Gemeinde.
Heute wird das Evangelium in fast allen Sprachen in der ganzen Welt verkündigt. Die Bibel ist in viele dieser Sprachen übersetzt worden. Aber entscheidend ist immer noch, welche Konsequenz man persönlich aus dem Reden Gottes für sich zieht.

Daniela Bernhard
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Frage
Erinnern Sie sich an Ihre Schulzeit, in der Sie mühsam Vokabeln üben mussten?
Tipp
Aller Spracherwerb nützt letztlich wenig, wenn man die entscheidende Botschaft nicht hören oder lesen will.
Bibellese
Apostelgeschichte 2,13-47

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