Freitag, 17. Juni 2016

Leitvers

Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen. Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war.
Philipper 2,4-5

Toleranz

Toleranz

Toleranz ist ein Schlagwort unserer heutigen Zeit, und das mehr denn je. Wie sollen wir Andersdenkenden begegnen? Wie sieht es z.B. aus mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen und Ehen? Darf ich dies an dieser Stelle überhaupt erwähnen? Bin ich intolerant, wenn ich so etwas nur ansatzweise in meinen Gedanken habe? Muss ich als Christ von Gott gegebene moralische und ethische Werte beiseiteschieben, nur um tolerant – oder sollte ich sagen: modern – zu sein?
Der Zwang zu immer mehr Toleranz verwässert zunehmend unser gesellschaftliches System und unsere moralische Ansichten. Gerichte werden in ihren Grundsatzurteilen immer pragmatischer und allgemeiner. Der Werteverfall nimmt stetig zu. Und das unter dem Vorwand der Toleranz. Jesus Christus wird sogar gelegentlich in der Presse als Beispiel für Toleranz genommen. Hatte er nicht für alle Nationalitäten Verständnis? War er nicht gerade um Menschen bemüht, die am Rande der Gesellschaft standen und verachtet wurden? Mit solchen gezielt gesetzten Aussagen wird auch die Bibel in ihrem Wert herabgesetzt und entstellt.
Jesus war sehr eindeutig. Er sagte: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich.« Das ist eine klare Ansage, die keine Alternativen zulässt. Jesus hatte Mitleid mit anderen, war bemüht um Menschen. Er war voller Gnade. Aber er war auch präzise und kompromisslos in den Aussagen, die seine Identität und seinen Anspruch betreffen. Es gibt einen Unterschied zwischen Toleranz und Barmherzigkeit. Toleranz lässt den anderen so, wie er ist, aber die Barmherzigkeit nimmt sich tätig seiner an, ohne sich selbst zu verbiegen. Ich bin froh, dass Gott barmherzig ist und nicht tolerant.

Axel Schneider
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Tipp
Gleichgültigkeit ist auch eine Form von Toleranz.
Bibellese
Matthäus 10,32-39

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