Montag, 18. Februar 2002

Leitvers

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint,
in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es,
die von mir zeugen.

Johannes 5,39

Blind, taub und verbohrt

Blind, taub und verbohrt

Das Gegenteil von Kenntnis ist nicht Unkenntnis, sondern Stolz und Ignoranz. Wie Jesus den Bibelforschern seiner Zeit, besonders den Schriftgelehrten und Pharisäern, bestätigen konnte, waren sie Menschen, welche die göttlichen Schriften genau erforschten. Sie hatten enorme Detailkenntnisse und konnten große Teile der Schriften, die uns als Altes Testament bekannt sind, auswendig aufsagen. Dazu kam, dass im jüdischen Alltagsleben manches aus den Schriften ständig real vor Augen war. Der Tempelgottesdienst und die damit verbundenen Opfer. Der Priester- und Levitendienst. Die feierlichen Tage und Festwochen, die im Alten Testament angeordnet und genau beschrieben sind. Aus dem Zeugnis des Alten Testaments konnte ein Jude auch wissen, dass Gott ihnen den kommenden Erlöser senden wird.
Als dieser dann in der Person Jesu vor ihnen stand, erkannten sie ihn nicht. Seine Worte stießen auf taube Ohren. In seinem Handeln erkannten sie die Handschrift Gottes nicht. Seine außergewöhnlichen Zeichen und Wunder schrieben sie dem Feind Gottes, Satan, zu. Blind, taub und verbohrt lehnten sie Jesus von Nazareth als ihren Erlöser ab. Den Grund dafür nennt Jesus ihnen selbst mit den Worten: »Denn dem, den Gott gesandt hat, dem glaubt ihr nicht.« Hinter der geistlichen Blindheit und Verblendung steckt der willentliche Unglaube, der nicht annehmen will, was Gott sagt. Das wiederholt sich bis heute. Wer im Unglauben verharren will, der nimmt das Zeugnis Gottes in der Bibel über seinen Sohn nicht an. Aber wenn jemand bereit ist sich von glaubwürdigen Zeugnissen überzeugen zu lassen, und begreift, wer Jesus ist, der ergreift ihn als seinen Erlöser zum ewigen Leben.

Friedhelm Orlikowski


Frage
Meinen Sie auch, den von Gott gesandten Retter nicht nötig zu haben?
Tipp
Bedenken Sie: Auch Unkenntnis schützt vor Strafe nicht!
Bibellese
Johannes 5,30-47

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