Freitag, 18. Juni 1999

Leitvers

Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie,
einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie.
Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen.

Matthäus 21,35.37

Jürgen Habermas und die Kommunikation

Jürgen Habermas und die Kommunikation

Am 18. Juni 1929 - vor 70 Jahren - wurde in Düsseldorf einer der bedeutendsten deutschen Philosophen der Gegenwart geboren: Jürgen Habermas. Er übte heftige Kritik am Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft, wirkte bei der 68er Kulturrevolution mit und trat für ein besseres Zusammenleben der Menschen ein. Dabei ent¬wickel¬te er eine Theorie, die Parallelen zum Marx'schen Sozialismus aufweist, in der jedoch nicht wie bei Marx die Arbeit, sondern die Kommunikation und mit ihr die Sprache das wesentliche Element der zwischenmenschlichen Beziehungen ist. Außerdem erkannte er, dass Wissenschaft nicht objektiv ist, sondern alle Erkenntnis - auch die wissenschaftliche - vom subjektiven Interesse des Menschen bestimmt wird: Was ihn nicht interessiert, nimmt er nicht wahr.
Das ist auch der Grund, weshalb nur so wenige Menschen über Gott Bescheid wissen: Sie interessieren sich nicht für ihn, obwohl sie sehr viel über Gott wissen könnten, sowohl durch seine Schöpfung als auch durch seine Propheten und Apostel, die uns sein Wort in der Bibel übermittelt haben. Als Gott jedoch sah, dass die Menschen nicht auf die Propheten hören wollten, schickte er seinen Sohn. Doch auch dessen Reden über Umkehr zu Gott, über Gottes Liebe und das ewige Leben in Gottes Herrlichkeit wollten sie nicht annehmen, stattdessen brachten sie ihn auf brutale Weise um. Unfassbar ist es aber, dass dieser Tod Jesu zur allergrößten Offenbarung der Liebe Gottes wurde: Er starb den von uns verdienten Tod, damit jeder, der an ihn glaubt, mit Gott versöhnt ist und ewig mit ihm leben kann.

Werner Deppe


Frage
Wie würden Sie sich fühlen, wenn jemand Ihre Liebe verschmäht?
Tipp
Überlegen Sie, wie viel Anlass es gibt, sich am allermeisten für Gott zu interessieren.
Bibellese
1. Mose 42,1-28

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