Mittwoch, 18. Oktober 2006

Leitvers
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen!

Matthäus 11,28

Wo ist der Haken an der Sache?

Wo ist der Haken an der Sache?

Eigentlich sollte man annehmen, bei Jesus Christus würden die Leute Schlange stehen, wo es doch so viele »Mühselige und Beladene« auf der Welt gibt.
Warum sind die Gottesdienste oft schlecht besucht? Warum verstauben die Bibeln in den Regalen? Warum laufen die Menschen für viel Geld zu Wahrsagern und Geistheilern? Warum kommen die Elenden nicht zu dem, der sie so freundlich einlädt, alles bei ihnen ganz kostenfrei in Ordnung zu bringen? Das muss doch eine Ursache haben.
C. S. Lewis erzählt, er hätte seiner Mutter nie sagen mögen, wenn er Zahnschmerzen hatte, weil sie ihm keine Schmerztabletten gab, sondern ihn zum Zahnarzt brachte. Und da war es oft schmerzhaft, und außerdem besah sich der Doktor das ganze Gebiss und fand noch andere »wunde Punkte«.
Genau das ist es. Die meisten Menschen lassen sich – sagen wir es ruhig deutlich – vom Teufel bange machen, bei Jesus Christus bliebe es nicht bei einer Reparatur des akuten Schadens, nein, man müsse sich ganz aufgeben und hätte nichts mehr selber zu bestimmen. Wie immer sind Halbwahrheiten schlimmer als reine Lügen. Der Herr Jesus Christus will alles neu machen, aber nicht, um uns zu entmündigen, sondern damit wir endlich frei werden, das tun zu können, was Gott wohlgefällt und für uns selbst das Beste ist. Was wir aufgeben müssen, ist bei Licht betrachtet all das, was vor Gott keinen Bestand hat, was Sünde ist. Wir sollten eigentlich froh sein, zornige Gedanken loszuwerden, und wir sollten uns freuen, schlechte Angewohnheiten ablegen zu können und mitfühlend statt selbstsüchtig zu sein.

Hermann Grabe

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Frage
Fürchten Sie auch, Sie müssten sich selbst aufgeben?
Tipp
Lesen Sie einmal Johannes 8 Vers 36!
Bibellese
Ester 8,1-17

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