Freitag, 18. Dezember 2020

Leitvers

Ich war Fremdling und ihr nahmt mich auf.
Matthäus 25,35

»Döner-Morde« und andere Ungeheuerlichkeiten

»Döner-Morde« und andere Ungeheuerlichkeiten

Erschreckende Vorgänge in Deutschland! An verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten wurden tödliche Anschläge auf ausländische Personen verübt. Menschen wurden gejagt, beraubt und gequält, weil sie anders aussahen, anders lebten oder anders glaubten. Ich bin geschockt darüber, wie schnell wir Opfer von Vorurteilen werden können, wie wir Eindrücke unserer oftmals ach so kleinen Denkwelt anpassen. Wie schnell haben wir Beurteilungen parat! Wie selten schauen wir tiefer und bemühen uns, wirklich zu verstehen!
Bei Jesus war das anders. Er war der Inbegriff des Helfenden, des Kümmerers, wie man heute sagt. Beim Treffen mit einer Frau, die zum verachteten Volk der Samariter gehörte, kann man dies deutlich nachlesen: Er begegnete dieser Frau an einem Brunnen. Sie hatte durch ihren unmoralischen Lebensstil selbst bei ihren Landsleuten Vorurteile und Verachtung auf sich gezogen. Deshalb ging sie zu einer Tageszeit zum Brunnen, zu der dort normalerweise niemand anzutreffen war. Aber Jesus hatte keine Vorurteile. Er wartete dort auf sie. Er redete mit ihr. Er beantwortete ihre Fragen. Sie war überwältigt davon, dass er ihr zuhörte, sie durchschaute und trotzdem Hilfe anbot. Sie fand einen Neuanfang für ihr Leben. Begeistert lief sie zu ihren Nachbarinnen: »Kommt mit, ich fand einen, der meine ganze Existenz kennt und mir durchgreifend geholfen hat.« Die zwischenzeitlich von einem Einkauf zurückgekehrten Nachfolger von Jesus sind sprachlos, beinahe entsetzt: Ihr Herr allein mit dieser Frau aus einem verachteten Mischvolk? Jetzt konnten sie lernen, Menschen ohne Vorurteile zu begegnen und zu helfen, denn Jesus ging in die Samariterstadt und stand ihnen noch zwei Tage Rede und Antwort.

Klaus Spieker


Frage
Welchen Menschen gegenüber habe ich Vorurteile, statt ihnen wirklich zu »begegnen«?
Tipp
Jesus sucht geduldig die Begegnung mit jedem Menschen.
Bibellese
Johannes 4,1-42

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