
Jesus antwortete ihm: »Ich bin […] das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Mit Tränen in den Augen stehe ich am offenen Sarg meiner Oma. Sie sieht friedlich und gelassen aus; ein leises Lächeln umspielt ihre Lippen. Doch inmitten des Schmerzes verspüre ich tiefen Trost und Dankbarkeit dafür, dass sie nach quälenden Wochen endlich ihr Ziel erreicht hat: Sie ist im Himmel, bei ihrem geliebten Jesus. Sie war überzeugt davon, dass Jesus sie empfangen wird. Diese Gewissheit trug sie von dieser sichtbaren in die unsichtbare Welt. Mit dieser Gewissheit ging sie in den Tod, der den Beginn des ewigen Lebens bei Gott markiert.
Jesus betont, dass alle Menschen nach dem Tod weiterleben: Die an ihn Gläubigen empfangen ein ewiges Leben in Gottes himmlischer Gegenwart - frei von Schuld, Schmerz, Tränen und Angst. Doch auch diejenigen, die nicht an ihn glauben, werden ewig weiterleben. Allerdings nicht in Gottes himmlischer Gegenwart, sondern in der Hölle und damit der größtmöglichen Trennung von Gott, auch »ewiger Tod« genannt. Dort herrschen Angst, Dunkelheit, Schmerz und Bösartigkeit. Dort herrscht der Teufel, Gottes Feind.
Im obigen Bibelvers definiert Jesus klar, dass er nicht nur der Geber des Lebens ist. Er ist das Leben in Person. Seine Gabe und damit ihn selbst anzunehmen, bedeutet auch, ihn als Retter vom ewigen Tod anzunehmen. Nur so können wir zu Gott »Vater« sagen und in den Himmel kommen. Jesus ist also nicht nur die einzige Möglichkeit, sondern auch die Bedingung für ein ewiges Leben in Gottes herrlicher Gegenwart.
Meine Oma wusste um dieses »Danach« und entschied sich zu ihren Lebzeiten für Jesus, der selbst das Leben ist. Deshalb sah sie dem Übergang von hier zu dort gelassen entgegen. Sie lebt nun in der Gegenwart Gottes weiter.

Wo werden Sie das Leben nach dem Tod verbringen?

Jesus kennt unsere Sorgen und Ängste, aber er gibt uns Trost und Gewissheit, die das übersteigt.
