
Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen! Und er nahm sie auf die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.
Markus 10,15-16

Wie Erwachsene mit Kindern umgehen, prägt diese für ihr ganzes Leben. Das Selbstwertgefühl eines Menschen bildet sich bereits in der frühen Kindheit. Kinder brauchen die Gewissheit, angenommen zu sein. Abwertende Sätze wie »Aus dir wird nie was!« oder »Du kannst das nicht!« entmutigen und demütigen. Haben Eltern zu hohe Erwartungen an die Kinder, setzt sie das unter Druck. Eine gesunde Bindung und das Gefühl, geliebt zu werden, sind hingegen das Fundament für eine positive Entwicklung.
Wie begegnet Jesus Kindern? In der Geschichte, aus der der Tagesvers stammt, wird deutlich, dass er sie vorbehaltlos annimmt, sogar gegen Widerstand von außen - einfach, weil sie zu ihm drängen. Er erwartet von ihnen keine Leistung, stellt keine Bedingung, sondern nimmt sie in die Arme und segnet sie. Damit ist er zum einen sicherlich ein wunderbares Vorbild für unseren Umgang mit Kindern, die uns vielleicht oft herausfordern. Doch zeigt uns das noch mehr: In Jesus Christus können wir die Züge Gottes, des Vaters, erkennen. Wenn wir zu ihm drängen, hält er uns nicht auf Distanz. Er hat keine Vorbehalte uns gegenüber, erwartet keine Leistung. Vielmehr geht er mit seiner Liebe in Vorleistung. Das zeigt uns, dass wir Gott bedingungslos vertrauen können, so wie die Kinder, die sich hier Jesus nähern.
An dem Beispiel der Kinder zeigt Jesus aber noch etwas: Kinder können ein Geschenk einfach annehmen. Sie können sich daran freuen, ohne zu meinen, dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Genauso dürfen - ja, müssen - wir das Heilsangebot Gottes annehmen: freudig und dankbar wie Kinder! Dann wird uns Gott als seine Kinder annehmen, uns in die Arme schließen und die Geborgenheit schenken, nach der wir uns alle sehnen.

Wie gut ist Ihre Beziehung zu Ihren Eltern?

Gott möchte Ihr Vater sein!
