Donnerstag, 21. Februar 2002

Leitvers

Seid unbescholtene Kinder Gottes!
Philipper 2,15

Wegweiser

Wegweiser

Ein Wanderer kommt aus den Bergen Judäas und will nach Jerusalem ziehen. Da entdeckt er einen Wegweiser. Zur rechten Hand führt der Weg bergab, und nach links geht es bergauf. Wegen der Verwitterung kann er auf beiden Armen des Wegweisers nur noch die ersten drei Buchstaben erkennen: JER. Zunächst wundert sich der Fremde darüber, dass es in beiden Richtungen nach Jerusalem gehen soll; aber dann sieht er so viele, die nach rechts abbiegen und nur wenige, die bergauf steigen. Der große Haufen wird doch Bescheid wissen, denkt er, und viel bequemer ist der Weg auch. So wendet er sich nach rechts und entfernt sich mit jedem Schritt von Jerusalem, weil der Weg nach Jericho hinabführt.
Christen sollten Wegweiser zu Gott, zum Himmel, sein; aber wie oft gleicht ihr Verhalten diesem alten Wegweiser! Dem Bekenntnis nach ganz schön rechtgläubig, aber alles Denken, Reden und Handeln weist auf Weltliebe und Egoismus hin. Es hat einmal jemand gesagt, es gebe fünf Evangelien, vier stehen in der Bibel; aber die liest niemand, und das fünfte ist das Leben der Christen – und was erfahren sie da? Was können sie bei ihnen lesen? Kann man den Christen abspüren, dass sie ein anderes Ziel haben als der große Haufen?
Merkt man, dass sie ihrem himmlischen Vater vertrauen und sich nicht von den Widrigkeiten des Lebens zum Murren und Schimpfen verleiten lassen, dass sie nie zu unehrlichen Mitteln greifen und dem Herrn Jesus Christus dankbar sind, dass er ihnen nicht nur den richtigen Weg gezeigt, sondern auch das große Hindernis aus dem Weg geräumt hat, das es vorher unmöglich machte, den Weg zum Himmel hinaufzugehen?

Hermann Grabe
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Tipp
Eindeutig werden!
Bibellese
Philipper 2,12-18

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