Sonntag, 21. Februar 2021

Leitvers

Denn was dem Gesetz unmöglich war - weil es durch das Fleisch kraftlos war -, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte ...
Römer 8,3

Jesus Christus

Ich zahle für dich

Am Ende des 17. Kapitels des Matthäusevangeliums wird eine kleine Episode aus dem Leben Jesu berichtet: Ein Tempelbeamter aus Jerusalem tritt an Petrus, einen Jünger Jesu, heran und fragt ihn, ob sein Lehrer auch die Tempelsteuer entrichtet. Petrus bejaht und geht in das Haus, in dem Jesus sich aufhält. Als Sohn Gottes weiß Jesus schon von der Frage, die an Petrus gerichtet war, und befragt ihn, von wem die Herrscher der Welt ihre Steuern einfordern, von ihren Kindern oder von Fremden? Zutreffend antwortet Petrus: Natürlich nicht von den eigenen Kindern. Damit bezeugt Petrus, dass Jesus, der Sohn Gottes, an sich nicht verpflichtet wäre, die Abgabe für den Dienst im Hause Gottes, seines Vaters, zu zahlen. Um jedoch keinen Anstoß zu geben, beauftragt er den Fischer Petrus, mit einer Angel einen Fisch aus dem See zu fangen. In diesem würde sich eine Münze befinden, mit der er die Tempelsteuer für sie beide begleichen konnte.
Spannend an diesem Text ist für mich nicht in erster Linie, dass Jesus hier seine Allwissenheit offenbart. Tatsächlich hätte er ohne diese Fähigkeit kaum voraussehen können, welcher von all den Fischen den passenden Betrag in sich trug und auch an Petrus* Angel anbeißen würde.
Berührend finde ich vielmehr, dass Jesus eine Forderung, die die religiösen Gesetze seiner Zeit mit sich brachte, nicht nur für sich, sondern auch für seinen Jünger erfüllt. Damit gibt der Sohn Gottes ein kleines Beispiel dafür, was durch sein Leben und seinen Tod am Kreuz insgesamt geschieht: Die Forderungen und Ansprüche des Gesetzes Gottes, an denen wir Menschen scheitern, erfüllt Jesus nicht nur für sich selbst, sondern stellvertretend für jeden, der es annehmen mag!

Markus Majonica
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Frage
Was blieb dem Petrus nun noch zu tun übrig?
Tipp
Auch für Sie bezahlt Christus alle Ihre Schulden, wenn Sie zu seinen Jüngern gehören.
Bibellese
Matthäus 17,24-27

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