Samstag, 21. Mai 2005

Leitvers

Und er sprach: Was hast du getan! Horch!
Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Erdboden her!

1. Mose 4,10

Stammheim vor 30 Jahren

Stammheim vor 30 Jahren

Den Ort Stuttgart-Stammheim kannte so um 1970 herum kaum jemand. Doch bald war er in aller Munde, denn hier wurde ein Gefängnis mit einem Hochsicherheitstrakt gebaut, wie es in Deutschland einmalig war. Angeschlossen war noch ein Gerichtsgebäude, in welchem Deutschlands meistgesuchten Verbrechern, den Terroristen Ensslin, Baader, Meinhof und Raspe, der Prozess gemacht werden sollte. Sie bildeten den Kern eines terroristischen Netzes, das sich im Verlauf der 68er Studentenrevolte gebildet hatte. Von marxistischen und anarchistischen Ideen beeinflusst, hatten die Terroristen versucht, die Revolutionierung der deutschen Gesellschaft gewaltsam herbeizuführen.
Ihre Verfolgung erwies sich als schwierig, weil ihre Verbrechen bei Teilen der Medien, vor allem aber bei linksorientierten Akademikern auf Verständnis stießen. Das war besorgniserregend, denn die Öffentlichkeit schien die Morde nicht mehr einhellig zu verurteilen. Der verunsicherte Staat baute sich deshalb die »Festung« Stammheim, um den Terroristen den Prozess zu machen. Im April 1977 wurde das Urteil gesprochen: lebenslänglich. Im September des gleichen Jahres, nach missglückten Befreiungsversuchen, nahmen sich die Terroristen das Leben.
Das Prinzip, dass Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden, stammt von Gott. Es wurde beim ersten Mord der Geschichte angewandt und wird – wie die Bibel bezeugt – nach dem Tod für alle anstehen, wo jeder Mensch empfängt »dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses« (2. Korinther 5,10). Und dort wird nur freigesprochen, wer Gott zuvor (im jetzigen Leben) um Vergebung seiner Sünden gebeten hat.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Was ist, wenn Gott Sie jetzt konkret auf Ihre Schuld anspricht?
Tipp
Sie sollten ihn um Vergebung bitten. Denn nach Ihrem Tod ist es zu spät dazu.
Bibellese
Apostelgeschichte 2,42-47

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