
Wasche mich völlig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde!
Psalm 51,4

Das starke Verlangen zu duschen brachte einem 46-Jährigen in Thüringen im Jahr 2025 ein Strafverfahren ein. Wie die Polizei Jena mitteilte, war dem Mann nach anhaltenden Mietstreitigkeiten das Wasser abgedreht worden. Da er sich für seine Körperhygiene nicht anders zu helfen wusste, brach er in die Wohnung seines Vermieters ein und duschte dort. Als der Nachbar nichtsahnend von einer Reise zurückkehrte, bemerkte er seine beschädigte Tür und verdächtige Spuren im Badezimmer. Die Polizei konnte den ungewöhnlichen Duschräuber danach schnell identifizieren.
Auch die Bibel berichtet von einem Mann, der ein großes Verlangen nach Reinigung hatte: König David. Allerdings ging es ihm nicht um den Schmutz des Alltags. Vielmehr hatte er sich durch sein Verhalten vor Gott beschmutzt. Denn er hatte Ehebruch begangen, die Tat durch Betrug zu vertuschen versucht und schließlich sogar den Tod des Ehemannes veranlasst. Psalm 51 beschreibt, wie sehr diese Sünden David belasteten. Er wusste, dass dieser innere Dreck ihn verunreinigte und ein Zusammensein mit Gott verhinderte. Darum entschied sich auch David zu handeln, um wieder sauber zu werden.
Doch statt mit Gewalt irgendwo einzubrechen, suchte David das Gespräch mit Gott. Im Gebet bekannte er ihm ehrlich seine Sünde und bat ihn um Vergebung. Denn Gottes Vergebung wirkt wie eine reinigende Dusche: Sie wäscht die Sünde fort und ermöglicht uns wieder eine ungetrübte Gemeinschaft mit Gott. Anders als der Vermieter gewährt Gott uns freien Zugang zu dieser Reinigung. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, damit er stellvertretend die Strafe für unsere Schuld trug. Die Tür steht offen, um ihn zu bitten: »Wasche mit völlig von meiner Schuld!«

Was denken Sie, wie Gott auf das Gebet von König David reagiert hat?

»Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.« (1. Johannes 1,9)
